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Seit wann gibt es den Adventskalender?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Mama, wie lange noch bis Weihnachten? Diese Frage kennen wohl alle Eltern.

Mama, wie lange noch bis Weihnachten? Diese Frage kennen wohl alle Eltern. Die Vorfreude der Kinder ist groß, und besonders kleine Kinder können sich nicht vorstellen wie lange es bis zum aufregenden Geschenke-Fest dauern wird. Ob aus diesem Grund verzweifelte Eltern zu der Idee eines Adventskalenders griffen?

Ursprung und Bedeutung des Adventkalenders

  1. Die Bedeutung des Adventskalenders ist die Tage abzuzählen im gespannten Erwarten auf das Weihnachtsfest. Der Adventskalender hat einen christlich-lutherischen Ursprung. Die Zeit des Wartens auf der Feier von Jesu Geburt wurde durch den Adventskalender leichter gemacht. Den ersten Adventsklaender gab es übrigens in Deutschland. In anderen Ländern, z.B. in Amerika, verwendet man immer noch das deutsche Wort.
  2. Die ersten Adventskalender sahen ganz anders aus als unsere heutigen Kalender. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts zählte man die Tage bis zum 24. Dezember mit Kreidestrichen an der Tür ab. Das waren die allerersten Adventskalender. 
  3. Die Wege in der Adventszeit die Tage zu zählen veränderten sich mit der Zeit. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gab es verschiedene Adventskalender-Ideen, z.B. wurde jeden Tag eine weitere Kerze angezündet, ein Stückchen Stroh in eine Krippe gelegt oder jeden Tag ein christliches Bild aufgehängt.
  4. Den ersten gedruckten Adventskalender gab es im Jahr 1903.
  5. Die heutige übliche Adventskalender, mit Bildern, die hinter einer Tür versteckt sind, gehen auf Gerhard Lang zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts solche Adventskalender drucken ließ.
  6. Im Dritten Reich wurden die religiösen Bilder mit Bildern von germanischen Gottheiten und Märchenfiguren ersetzt.
  7. Der größte freistehende Adventskalender der Welt steht in Leipzig und ist 857qm groß.


Ideen zum Basteln eines Adventskalenders

  1. Einzelne Teile einer Weihnachtskrippe einpacken und jeden Tag die Kinder ein Teil auspacken lassen. So kann man nach und nach die Weihnachtsgeschichte anhand der Krippe, Hirten, Könige, Jesuskind usw. erzählen.
  2. Warum nicht mal jemanden mit einem Adventskalender überraschen, anstatt immer nur an die Kinder zu denken? Vielleicht die Oma, eine ältere Nachbarin oder der beste Freund. Je nach Vorlieben des Beschenkten mit kleinen Geschenken füllen.
  3. Wohin mit den ganzen Klorollen? Mit Tonpapier oder Geschenkpapier bekleben und mit Überraschungen füllen. Anschließend mit 24 Nummern beschriften und an der Öffnung Krepppapier oder ein anderes leichtes Papier überstehen lassen und zubinden.
  4. Anstatt den Adventskalender mit Süßigkeiten zu füllen, kann man auch Gutscheine, z.B. für Familienunternehmungen, Spielabende usw. basteln und in den Adventskalender tun.
  5. Oder an jeden Tag ein anderes Plätzchen-Rezept in den Adventskalender tun und anschließend gemeinsam backen.
  6. Man kann auch selbst einen Adventskalender mit Türchen basteln. Welche Überraschung wenn Oma hinter den Türchen Fotos von ihren Lieblingsenkeln entdeckt?
  7. Interessant sind auch die sogenannten lebendigen Adventskalender, bei denen in einem Dorf an jedem Abend das Fenster in einem anderen Haus geschmückt und beleuchtet wird. Vom Fenster aus wird eine weihnachtliche Geschichte vorgelesen oder ein Lied gesungen, und anschließend können alle Gäste Plätzchen essen und Glühwein trinken.

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