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Textgebundener Aufsatz - Die Teile und Tipps zum Verfassen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Einen textgebundenen Aufsatz zu schreiben ist nicht schwer.
Um den Einstieg zu erleichtern, liest man sich den Text mehrmals gründlich durch und markiert mit einem Textmarker den wichtigsten Inhalt und die besonderen Stilmittel. Im Wesentlichen wird der Aufsatz in drei Teile gegliedert: die Einleitung, den Hauptteil und den Schlussteil.

Textgebundener Aufsatz

Die Einleitung
In der Einleitung werden die wichtigsten Fakten zum Text genannt.

  • Titel, Autor und wenn genannt, Erscheinungsdatum des Textes
  • Texttyp (beispielsweise Roman, Fachtext, Kochrezept usw.)
  • ein bis zwei Sätze zum wesentlichen Inhalt des Textes

Wichtig ist es, wenn über eine Sache keine Aussage getroffen werden kann, es trotzdem zu erwähnen ("Der Autor wurde nicht genannt", "Das Erscheinungsdatum ist unbekannt")

Der Hauptteil

Der Hauptteil ist der wichtigste Part des textgebundenen Aufsatzes. Im Grunde besteht auch dieser wieder aus 6 Teilen.

  • Die Inhaltsangabe: Teile den Text in sinnvolle, verschiedene Abschnitte, die du so kurz wie möglich zusammenfasst. Sinn der Inhaltsangabe ist es, wertfrei und kurz den Text im Gesamten wiederzugeben. Wichtig ist es hierbei, im Präsens zu bleiben.
  • Die äußere Form des Textes: Hier wird unabhängig vom Inhalt auf die formalen Besonderheiten eingegangen und deren Wirkung beschrieben. Das können beispielsweise Fließtext oder viele Absätze und Teilüberschriften sein, wurde Umgangssprache oder eine formelle Schreibweise gewählt, werden Abbildungen verwendet...
  • Texttyp: der Texttyp wird anhand besonderer Textmerkmale bestimmt. Dabei kann man ganze Sätze oder Wörter zitieren (Achte bitte auf die richtige Zitierweise). Die wichtigsten Texttypen sind die Reportage (aktuelles Zeitgeschehen, Wechsel der Zeitformen, subjektive und objektive Erzählweise), der Kommentar (persönliche Kritik, informativ, Stilmittel), die Satire (versteckte Wahrheit/Kritik durch überzogene, oft lustige Darstellung ) und die Kurzgeschichte (ein Handlungsstrang, mitten im Geschehen und offener Schluss, Alltagssituation mit Wendepunkt)
  • Sprachanalyse: Hier werden Besonderheiten im Satzbau (rhetorische Fragen, Parenthese, Aufzählungen usw.), der Sprachebene (Fachsprache, Umgangssprache, Alltagssprache usw.) und die verschiedenen rhetorischen Mittel (Ironie, Metapher, Wortspiele usw.) im Text wiedergegeben und erklärt, wie diese auf den Leser wirken. Um das zu verdeutlichen sollte wieder zitiert werden. Dies ist der wichtigste Teil des Aufsatzes und du kommst nicht umhin, diese Besonderheiten auswendig zu lernen. Durch die sprachlichen Mittel und der Quelle kann man erkennen, wen der Autor mit dem Text erreichen wollte.
  • Weitere Aufgabe: Oft wird eine weitere Frage zum Aufsatz gestellt, die man hier beantworten kann. Das kann eine nähere Charakterisierung einer Person sein, ein Vergleich, eine kurze Erörterung usw..


Der Schluss

Am Ende ist es wichtig, ein persönliches Fazit wiederzugeben und den Leser deine eigene Meinung nahezubringen. Dies kann durch persönliche Erfahrungen, Ausblicke in die Zukunft oder durch Zitate im Text geschehen. Sinnvoll ist es auch, nochmal auf den Inhalt deiner Einleitung einzugehen, um den Aufsatz ideal abzuschließen.

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