Foto: Shutterstock.com / THC ist der Hauptwirkstoff von Marihuana.

THC - Welche Wirkung hat der Stoff auf den Menschen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Marihuana besteht aus den getrockneten weiblichen Blütenteilen der Hanfpflanze.
Heute wird Marihuana meist als Rauschmittel genutzt, aber auch in der Medizin verwendet. Der wichtigste Wirkstoff von Marihuana ist dabei Tetrahydrocannabinol, auch THC genannt. In Marihuana befindet sich etwa 1 bis 7 Prozent des Wirkstoffes. Jedoch gibt es auch schon Züchtungen, die einen Gehalt von bis zu 15 Prozent THC aufweisen. 

Die interessantesten Fakten

  • THC bietet auch eine medizinische Wirkung. Der Wirkstoff dämpft Schmerzen und wirkt stimmungshebend. Ebenfalls kann THC, je nach voriger Erkrankung, etwas anderes bewirken. Das bedeutet, Aids-Kranke können damit ihre Appetitlosigkeit behandeln oder die Übelkeit bei Krebspatienten verschwindet.
  • THC lässt sich noch 6 bis 8 Wochen nach dem Konsum nachweisen. In den Haaren sogar bis zu einem Jahr.
  • In erster Linie hat THC psychische Wirkungen. Jedoch werden nicht nur positive Gefühle verstärkt, sondern auch negative.

Welche Wirkungen hat THC?

  • Charakterlich für THC ist ein breites Wirkungsspektrum. Dabei hängt die Wirkung des Stoffes von unterschiedlichen Faktoren ab wie Konsumform, Konsumgerät, Höhe der Dosis, Umgebung und die persönlichen Erwartungen. Somit fällt die Wirkung je nach Konsument anders aus. Dennoch gibt es einige Punkte, die oftmals gleich oder ähnlich sind. 
  • Nach der Einnahme von Marihuana und den beinhalteten Stoff THC fühlt man sich euphorisch. Man ist einfach gelassener und hat einen emotionalen Höhenflug. Oftmals treten auch die üblichen Denkmuster in den Hintergrund. Man bekommt neue Ideen und Einsichten und diese sind meist mit starken Gedankensprüngen verbunden. Auch das Kurzzeitgedächtnis wird nach der Einnahme von THC gestört. In den meisten Fällen vergessen Konsumenten schon das, was vor fünf Minuten geschehen ist.
  • Durch diese Störung kommt es einem auch so vor, als würde die Zeit langsamer vergehen. Natürlich wird die Wahrnehmung, während eines Rausches, wesentlich intensiver. Auch unwichtige Aspekte werden wahrgenommen und sind nicht mehr Nebensache. Jedoch ist es keine Ausnahme, dass auch Überempfindlichkeiten, Halluzinationen und Panikattacken auftreten können. Nicht selten geht der Konsum von Marihuana auch mit Albernheiten einher.
  • Die verstärkte Wahrnehmung bezieht sich auch auf des Konsum von Nahrungsmitteln. Nicht nur auf Grund des angeregten Appetits nach Marihuana-Konsum wird der Geschmack dieser als intensiver und in den meisten Fällen auch besser wahrgenommen. Bei vielen Personen kommt es zu einem regelrechten Aussetzen des Sättigungsgefühles. Heißhungerattacken sind also in der Tat keine Seltenheit.
  • Das Gemeinschaftserlebnis wird gestärkt und intensiver. Nicht nur die Gefühle reagieren auf den Wirkstoff THC, sondern auch der Körper fühlt sich leichter an. Das Herz schlägt schneller und man spürt eine wohlige Entspannung. Allerdings kann dies auch mit Herzrasen, Übelkeit oder Schwinden daherkommen. Ebenfalls kann ein Kreislaufkollaps entstehen.

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