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Unterschied zwischen Wissenschaft und Alltagswissen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Der Unterschied zwischen dem Wissenschaftswissen und dem Alltagswissen das ist die Empirie, die Erhebung oder das Sammeln an Informationen

Der Unterschied zwischen dem wissenschaftlichen Wissen und dem Alltagswissen ist die Empirie, die Erhebung oder das Sammeln an Informationen. Im Wesentlichen trägt diese dazu bei, das notwendige Wissen zu erwerben und die notwendige Erfahrung, die man im Alltag benötigt, um zu agieren und zu reagieren. 

Das Alltagswissen

Alltagswissen erhält man durch Erfahrungen, die man im täglichen Leben macht. Durch die Schule, den Beruf und alltägliche Dinge, die man erlebt. Diese prägen sich ein, werden verarbeitet. Zu einem späteren Zeitpunkt werden diese wieder wahr genommen und genutzt. Alltagswissen ist subjektiv und individuell, was bedeutet, dass das eigene Wissen oder Alltagswissen für andere nicht nachvollziehbar ist. Es ist auch nicht verallgemeinerbar, da jeder seine eigenen Erfahrungen macht und so ein unterschiedliches Alltagswissen erlangt. Das Alltagswissen dient im vordergründigen Maße der individuellen Orientierung im Leben und wird unsystematisch hergeleitet.

 

Das Wissen, welches man im Alltag erlangt, entsteht durch Bewährungen, die man im Leben erfährt. Das Alltagswissen erhält man unbewusst und wird doch zur Routine, da man dieses aufgenommene Wissen oder die Erfahrungen fast täglich abruft, wiederholt und vertieft. Das ist eine Reflexion, die man wiederum unbewusst erfährt. Das tägliche Leben fördert das Alltagswissen durch immer wieder neue Erfahrungen, die unbewusst in unserem Gehirn gespeichert und genau zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Das sind Erfahrungen, die stündlich oder auch minütig unser Alltagswissen bereichern. So ein Alltagswissen wird für jeden Menschen einzigartig. Das Handeln im Alltag und die daraus resultierenden Reaktionen prägen das eigene Wissen durch die gemachten Erfahrungen.

 

Das wissenschaftliche Wissen

Wissenschaftswissen erhält man durch lernen bereits bestehender Fakten. Man übernimmt etwas, das Andere im Vorfeld dargestellt haben oder das aus der eigenen Forschung bestimmter Dinge heraus entsteht. Was aber wiederum nicht bedeutet, dass es für jeden das richtige Ergebnis ist, da es immer wieder widerlegbar ist. Wissenschaftswissen ist dem Erklären und Verstehen der Welt dienlich und ist somit gewissermaßen wiederholbar und objektiv. Das Wissenschaftswissen ist eine Erfahrung, die wissenschaftlich genutzt, auf eine systematische Weise hergeleitet und ebenso überprüft wird. Im Großen und Ganzen ist Wissenschaftswissen eine Rekonstruktion der eigentlichen Wirklichkeit. Wissenschaftswissen bedient viele Felder und es kommt darauf an, auf welches man sich spezialisiert hat. Das Wissen kommt in den wenigsten Fällen aus der eigenen Erfahrung, sondern aus dem, was man aus Lehrbüchern, Veranstaltungen und aus der Forschung gelernt hat. Das ist der Unterschied, den man zum Alltagswissen hat. Lebenserfahrung kann man nicht aus Büchern erlangen, die macht man durch eigenes Erleben. Wissenschaftswissen ist Wissen, das schon Andere vorher erlangten und das man sich aneignet, um es eventuell weiterführen zu können.

 

Zu forschen, ob das, was Andere behaupten stimmt oder nicht, ist intersubjektiv und schließt sich der Meinung des geschriebenen Wortes an. Der eine hat sich sein Wissen angelesen, der andere hat sein Wissen aus Erlebnissen und Erfahrungen. Wissenschaftswissen kann aber auch lehren sein, nicht nur lernen. Etwas weitergeben, das man selber gelernt hat und anderen verdeutlicht. Eines ist aber sicher, mit dem Wissenschaftswissen kann man nicht den Alltag meistern und alltägliche Dinge klären, so wie es mit dem Alltagswissen möglich ist. Es mag in vielen Bereichen hilfreich sein, aber es ist nicht lebensnotwendig, so wie es das Alltagswissen ist. Ohne das Wissenschaftswissen kann man (über-)leben, ohne das Alltagswissen nicht.

 

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