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US Wahl - Wie fällt die Entscheidung am Wahlabend?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:09
Die US Präsidentschaftswahl läuft nach dem immer selben Prinzip.

Am Dienstag den 06.11.2012 findet für Barack Obama und Mitt Romney das große Finale einer langen Kampagnentour für die US Präsidentschaftswahl statt. Sie sind die stellvertretenden Führer der demokratischen bzw. republikanischen Partei und werden den Sieg der US Präsidentschaftswahl unter sich ausmachen und damit entscheiden, wer das Land die nächsten vier Jahre führen darf.

Am Wahlabend werden Hochrechnungen vorgelegt, die zu großer Wahrscheinlichkeit noch nicht mit den im Vorfeld erhobenen Umfragen übereinstimmen. 

Im Laufe der nächsten Wochen, nachdem die Ergebnisse aller Kreise aus jedem Bundesstaat ausgezählt wurden, steht dann der Mann fest, der ab Januar die Aufgaben im Weißen Haus übernehmen darf. Man kann also sagen, dass sich die US Präsidentschaftswahl nicht schon am Wahlabend entscheidet, sondern dieser oft nur Teilergebnisse wiedergibt. Natürlich wird sich an diesen ein genereller Trend ablesen lassen.

Entscheidung am Wahlabend

  • Die US Präsidentschaftswahl läuft nach dem immer selben Prinzip: Alle Bundesstaaten wählen entweder demokratische, republikanische oder parteilose Vertreter auf lokaler Ebene und diese Ergebnisse werden am Wahlabend für einen Staat hochgerechnet. 
  • Bemerkenswert sind vor allem die Werbeausgaben, die sich auf mehrere 100 Mio. US-Dollar belaufen, wenn man die Auftritte, Werbespots und prominenten Unterstützer beider Teams zusammenzählt. 
  • Damit möchten sich Demokraten und Republikaner vor allem die Gunst von Unentschlossenen Wählern erkaufen. In den USA gibt es nämlich ein „Winner takes it all“-Prinzip, das heißt wenn ein Staat mehrheitlich demokratisch wählt, werden alle zur Verfügung stehenden Stimmen an Barack Obama gegeben. 
  • Das hohe Budget dient also vor allem dazu, bis zum Wahlabend alle zu überzeugen, die sich nicht von Anfang an einer Partei angeschlossen haben. Historisch gesehen leben besonders viele dieser Wähler in Florida, Kalifornien oder Ohio und gerade der letztere Bundesstaat bekommt während der US Präsidentenwahl immer besonders viel Aufmerksamkeit von den Kandidaten. 
  • Die Mehrzahl der anderen Staaten geht nämlich in der Regel an die immer selbe Partei, weshalb die freien Wähler regelmäßig über wohl und Weh der Kandidaten entscheiden. 
  • Nachdem alle Stimmen ausgezählt wurden, steht fest wie viele Wahlmänner jeder Partei zur Verfügung stehen. Diese Wahlmänner repräsentieren ihren Heimatstaat und entscheiden sich in einer nach dem Wahlabend stattfindenden Zeremonie für ihren jeweiligen Vertreter. Damit wählt das Volk nicht direkt den Präsidenten, sondern es wählt seine Vertreter, die sich für ihn entscheiden. 

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