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Verhütung - Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Auf dem Markt befinden sich sehr viele Produkte und Präparate zur Schwangerschaftsverhütung.

Auf dem Markt befinden sich sehr viele Produkte und Präparate zur Verhütung von Krankheiten sowie Schwangerschaften. Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden wird mit dem sogenannten Pearl-Index angegeben. Ohne Verhütung beträgt der Pearl-Index 80, dass heißt dass von 100 Frauen 80 schwanger werden. Da kein Verhütungsmittel einen hundertprozentigen Schutz vor Schwangerschaften bietet, gilt der Pearl-Index als Indikator für die Zuverlässigkeit eines Kontrazeptivums.

Hormonelle Kontrazeptiva (Pille)

  1. Das wohl am häufigsten angewandte Verhütungsmittel ist nach wie vor die Pille. Kein anderes Verhütungsmittel steht dermaßen synonym mit der Unabhängigkeit der Frau und der Befreiung der Sexualität. 
  2. Nach ihrer Markteinführung in Deutschland lässt sich sogar demografisch ein Rückgang der Geburtenrate nachweisen, welcher als Pillenknick bezeichnet wird. 
  3. Bei der Pille handelt es sich um ein östrogen- und gestagenhaltiges Hormonpräparat, welches, täglich eingenommen, die Eireifung im weiblichen Eierstock unterdrückt. 
  4. Der Pearl Index bei hormonellen Verhütungsmitteln liegt bei ca 1, dass heißt, dass bei regelmäßiger Einnahme der Pille nur durchschnittlich eine von hundert Frauen schwanger wird. 
  5. Die Pille ist demnach ein sehr sicheres Verhütungsmittel was die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden betrifft. 
  6. Beim Geschlechtsverkehr übertragbare Krankheiten kann sie nicht verhindern. 
  7. Als einziges Verhütungsmittel bei sexueller Freizügigkeit ist sie daher denkbar ungeeignet. Inzwischen stehen dem Markt außer der Pille noch eine Reihe weiterer hormoneller Kontrazeptiva zur Verfügung. 
  8. So gibt es inzwischen auch Hormonspritzen, die einmal verabreicht drei Monate lang wirken oder unter die Haut gesetzte Stäbchen die zwei Jahre lang kontinuierlich Hormone an den Körper abgeben. 
  9. Diese Präparate sind allerdings nicht ganz nebenwirkungsfrei, wenn sie auch den Vorteil haben, dass man sie nicht vergessen kann. 


Kondome

  1. Kondome sind das zuverlässigste Verhütungsmittel überhaupt. Neben einer zuverlässigen Schwangerschaftsverhütung verhindern Kondome effektiv die Übertragung von Krankheiten. 
  2. Ein Kondom besitzt einen Pearl-Index von 2 und zählt damit zu den sichersten Verhütungsmethoden überhaupt. 
  3. Ein Kondom wird über den erigierten Penis des Mannes gestreift und verhütet Schwangerschaften indem es den Samenerguss auffängt. 
  4. Kondome sind extrem dehnbar, die Gefahr zu reißen oder gar zu platzen ist gering. Kondome sind in verschiedenen Farben, Größen und Geschmacksrichtungen erhältlich. 
  5. Früher oft als Lustkiller bezeichnet, können lustige oder erotisierende Kondome heute sogar dazu beitragen die sexuelle Lust zu steigern. 
  6. Die Verwendung von Kondomen ist bei freizügig genossener Sexualität unabdingbar, denn nur Kondome sind in der Lage neben einer effektiven Schwangerschaftsverhütung auch die Übertragung von Krankheiten zu verhindern. 


Spirale

  1. Die Kupferspirale ist ein reines Schwangerschaftsverhütungsmittel. Sie besteht in der Regel aus einem Kupferdraht und muss von einem Gynäkologen in die Gebärmutter eingesetzt werden. 
  2. Der genaue Wirkmechanismus der Spirale ist unbekannt aber Fakt ist, dass das Kupfer die Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutterschleimhaut verhindert. 
  3. Der Pearl-Index einer Spirale liegt bei 0,5, sie zählt damit zu den sichersten Verhütungsmitteln. 
  4. Leider ist der Prozess des Einsetzens oft sehr schmerzhaft, weswegen viele Gynäkologen das Einsetzen der Spirale erst nach stattgefundenen Geburten und der damit verbundenen Erweiterung des Muttermundes empfehlen. 


Diaphragma

  1. Ein Diaphragma wird von der Frau vor dem Geschlechtsverkehr vaginal eingeführt und auf den Gebärmuttermund gesetzt nachdem es mit einem spermienabtötenden Mittel eingerieben wurde. 
  2. Der Pearl-Index eines Diaphragmas beträgt 1-20, dass heißt, richtig angewendet ist das Diaphragma ein sehr sicheres Empfängnisverhütungsmittel. 
  3. Leider besteht hier die Gefahr einer falschen Anwendung. Falsch eingesetzt und ohne spermienabtötendes Mittel verwendet, bietet das Diaphragma leider keinen ausreichenden Schutz.


Den Eisprung berechnen durch die Kalendermethode oder durch die Basaltemperaturmethode

  1. Den Eisprung der Frau zu berechnen ist ebenfalls eine Methode der Verhütung. Mittels Eisprungkalender können die empfängnisfähigen Tage berechnet werden. Dies bittet allerdings einen sehr unzureichenden Schutz vor Schwangerschaft, da der weibliche Zyklus nicht immer ganz exakt verläuft.
  2. Eine bessere und weitaus sicherer Methode ist die Bestimmung des Eisprungs mittels Basaltemperaturmessung. Am Tag des Eisprungs ist ein Ansteigen der Körpertemperatur zu verzeichnen.
  3. Der Pearl-Index bei der Bsaltemperaturmethode liegt wenn richtig angewendet bei 0,8-3 un gilt somit als sicher. Die Kalendermethode (Knaus-Ogino-Methode) gilt hingegen als recht unsicher mit einem Pearl-Index von 9-40.

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