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Volksbefragung vs. Volksabstimmung - Wo liegt hier der Unterschied?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Die Volksbefragung sowie die Volksabstimmung sind beides Instrumente der direkten Demokratie.
Die Bedeutung beider Begriffe wird oftmals vertauscht, dabei ist ihr Nebensinn von bedeutendem Unterschied.

Erklärung

Volksbefragung

  • Bei einer Volksbefragung, welche ein Bestandteil der Demokratie ist, werden die wahlberechtigten Bürger eines Landes zu einer speziellen Angelegenheit befragt.
  • Das Resultat einer solchen Abstimmung ist jedoch nicht verbindlich.
  • Das Ergebnis soll zu politischen Zwecken lediglich einen Eindruck davon vermitteln, was die Mehrheit der Befragten bzw. Bürger darüber denkt.
  • Die Frage kann dabei mit ,,Ja'' oder ,,Nein'' beantwortet werden oder in einigen Fällen durch eine Alternativantwort.
  • Die Volksbefragung wird zudem durch den Beschluss des Nationalrates einberufen.

Volksabstimmung

  • Bei einer Volksabstimmung hingegen werden die Bürger meist über ein bestehendes Gesetz (Verabschiedung z.B.), einer Person (Absetzung z.B.) oder Ähnlichem befragt.
  • Zudem ist das Ergebnis bei dieser Befragung bindend.
  • Wird z.B. durch das mögliche Absetzen eines Gesetzes die gesamte Bundesverfassung verändert, ist hierbei eine Volksabstimmung zwingend notwendig, da die Entscheidung jeden einzelnen Bürger betrifft.

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