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Volksheld Nelson Mandela im Portrait

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Nelson Mandela war ein Freiheitskämpfer und der erste schwarze Präsident Südafrikas
27 Jahre lang musste er wegen seines politischen Kampfes gegen die Rassentrennung im Gefängnis verbringen. Er wird in seinem Heimatland als Volksheld verehrt und gilt als wichtigster Wegbereiter einer Demokratie, in der für alle Rassen die gleichen Rechte bestehen. 

Portrait seiner Kindheit und Jugend
Nelson Mandela wurde am 18. Juli 1918 in der Transkei geboren. Von seinem Vater erhielt er den Namen Rolihlahla, was Unruhestifter bedeutet. Erst in der Schule gab ihm die Lehrerin den britischen Namen Nelson.
Mit 21 Jahren begann er sein Studium am University College von Fort Hare in Alice, welches er mit einem Bachelor of Arts abschloss. Hier lernte er viele Afrikaner kennen, die später im Widerstand gegen das Apartheitregime eine führende Rolle spielen sollten. Zu dieser Zeit traf er auch seinen Freund und langjährigen politischen Weggefährten Oliver Tambo. 

Portrait seiner politischen Aktivitäten
1944 trat er dem ANC (African National Congress) bei. Zunächst wollte der ANC, nach dem Vorbild von Mahatma Gandhi, ohne Gewalt gegen die Rassentrennung protestieren.
Das änderte sich als 1960 bei einer Demonstration Polizisten auf friedliche Demonstranten schossen und der ANC und weitere Anti-Apartheit-Gruppen von der Regierung verboten wurden. Von nun an organisierten Nelson Mandela und seine Weggefährten ihren Widerstand vom Ausland oder vom Untergrund aus. Außerdem beschlossen sie, jetzt auch mit Gewalt gegen das Regime zu kämpfen. 

Gefängnisaufenthalt
1964 wurde Nelson Mandela mit weiteren ANC Aktivisten zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt und der ANC verboten. Doch der ANC kämpfte weiter vom Ausland aus gegen das Apartheidsregime und für die Freilassung der Inhaftierten. 
1988 fand in London das Nelson Mandela 70 Birthday Tribute Concert statt, bei welchem sich zahlreiche internationale Künstler für seine Freilassung einsetzten. Dieses Konzert wurde in sechzig Ländern übertragen und verstärkte den Druck auf die südafrikanische Regierung.

Präsidentschaft
1990 wurde Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen und das Verbot gegen den ANC aufgehoben. 1991 begann er, mit der Regierung über die Abschaffung des Apartheitregimes und eine neue Verfassung zu verhandeln. Hierfür erhielt er mit dem damaligen Präsidenten de Klerk 1993 gemeinsam den Friedensnobelpreis. 1994 fanden die ersten demokratischen Wahlen in Südafrika statt, die der ANC gewann. Nelson Mandela wurde vom Parlament zum Präsidenten gewählt. 
Für viele Südafrikaner ist er ein Volksheld. Durch ihn erhielten sie bessere Lebensbedingungen. Er setzte sich für eine kostenlose gesundheitliche Versorgung, für den Ausbau der Wasser- und Stromversorgung sowie für eine Landreform ein. 1999 ging er mit 81 Jahren in den Ruhestand. 

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