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Letztes Update am 06.02.2015, 12:25
Ohne Branchenerfahrung geht in der Führungsetage nichts. Ein Vorteil für Lehrlinge.

Oft assoziiert man eine Führungsposition im Job fälschlicherweise mit einer akademischen Karriere. In der Praxis ist das aber nicht wirklich ein Muss. Viel mehr werden Führungskräfte in Unternehmen gerne aus den eigenen Reihen rekrutiert. Berufserfahrung und fachliche sowie soziale Kompetenz, sind die wichtigsten Eckpunkte. Eigenschaften, die auch engagierte Lehrlinge anstreben können, um später im Job voll durchzustarten.

Rahmenbedingungen sind geschaffen

Heute haben auch immer mehr Unternehmen sowie die Politik dieses Potenzial erkannt. Durch die ‚Lehre mit Matura‘ können sich karriereorientierte Jugendliche alle Möglichkeiten am Arbeitsmarkt offen halten. Firmen legen Wert auf die Ausbildung kompetenter Mitarbeiter im eigenen Betrieb. Durch Seminare zur Persönlichkeitsbildung und Teamleader-Kurse können sie ihren Lehrlingen bereits früh Anreize für eine spätere Führungsposition setzen.

„Natürlich kann man auch heute als Lehrling steile Karriere machen. Wichtig ist, am Puls der Zeit zu bleiben und nicht locker zu lassen. Ist man gut in seinem Fach, dann verdient man auch angemessen“, weiß Sigi Schmid. Der gelernte Friseur betreibt mittlerweile seinen eigenen Styling-Salon in Graz und ist einer von vielen Lehrlingen, die es beruflich geschafft haben.

Lehrlingsausbildung als Investition in die Zukunft

Österreichs Unternehmen denken, wie eine Erhebung der Statistik Austria beweist, bei der Ausbildung von Lehrlingen vor allem an die Zukunft. Demnach sind die beiden Hauptgründe Lehrlinge zu engagieren, um sie an die betrieblichen Anforderungen heranzuführen (95 Prozent) und um die qualitativ Besten später anzustellen (72,5 Prozent).

Ein Lehrberuf ist also keineswegs eine Karriebremse. Ganz im Gegenteil, wer sich Ziele setzt und Einsatz nicht scheut kann es auch als Lehrling in wenigen Jahren in die Führungsetage schaffen.