Foto: Shutterstock.com

Vorrichtung Slipanlage - Was ist das?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Der Wassersport erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit...
Jährlich werden mehr Boote angemeldet und für das Befahren unserer Gewässer zugelassen. Dabei bestehen nur noch wenige naturbelassene Flüsse und Seen. Unzählige Staustufen und Wehre sorgen in den Flüssen dafür, dass diese für die Binnenschifffahrt auch bei Niedrigwasser befahrbar bleiben. In den Seen sorgen Dämme dafür, dass diese möglichst nicht über die Ufer treten. Der weitere Vorteil dieser Befestigungen besteht darin, dass Vorrichtungen für Slipanlagen zur Wasserung und zum Transport bestehen.

Informationen

Was ist eine Vorrichtung für Slipanlagen?

  • Der größte Unterschied bei Vorrichtungen für Slipanlagen besteht in der Beförderung von Booten über Staustufen und Wehre sowie Vorrichtungen für Slipanlagen, um Schiffe zu Wasser zu lassen oder diese aus dem Wasser zu holen.


Slipanlagen an Staustufen und Wehren

  • In den großen Flüssen bestehen viele Staustufen und Wehre, die den Wasserstand regulieren. Damit Sportboote diese Hindernisse überwinden können, bestehen seitlich an den Wehren und Staustufen Vorrichtungen für Slipanlagen.
  • Im Grunde ist es eine Art huckepack Transportsystem. Das Schiff fährt auf einen Schlitten, der sich unter der Wasserlinie befindet. Dieser Schlitten wiederum ist an einer Kette befestigt, die den Schlitten mitsamt dem darauf befindlichen Schiff über die Staustufe zieht. Das funktioniert sowohl Stromauf- wie stromabwärts.
  • Das Schiff wird geslippt. Gerade kleinere Boote nutzen diese Vorrichtung an Staustufen, statt sich in der Schiffsschleuse absenken oder hochbringen zu lassen. Zum einen ist das slippen schneller und zum anderen ist die Schiffsschleusung für kleine Schiffe nicht ungefährlich. Allerdings bestehen nicht an allen Schiffsschleusen auch zusätzlich Slipanlagen.


Vorrichtung für Slipanlagen zur Wasserung von Booten

  • Kleinere Boote und Schiffe werden in Werften und Jachthäfen oft mit einer Slipanlage zu Wasser gebracht und so auch wieder aus dem Wasser geholt.
  • Dazu besteht eine schräg ins Wasser laufende Rampe, an deren oberen Ende eine Seil- oder Kettenzugwinde montiert ist. Das Boot oder das Schiff wird wiederum auf einen Schlitten verbracht, der per Seil oder Kette mit der Winde verbunden ist.
  • Dann wird über die Winde der Schlitten mit dem Schiff ins Wasser gelassen, bis das Boot auftreibt. Vorrichtungen für Slipanlagen können sowohl Mobil wie auch fest installiert sein.
  • Kleinere Schiffe nutzen meist die Slipanlage in den Werften und Jachthäfen, da diese Preiswerter und schneller ist als eine Krananlage, die zudem oft so groß dimensioniert ist, dass kleine Schiffe damit nicht zu Wasser gelassen werden können.

Kommentare