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Wann ist die Astrologie entstanden? – Herkunft und Entstehung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Die Entstehung der Astrologie liegt bereits viele Jahrhunderte zurück.
Der Begriff Astrologie stammt aus dem Griechischen und bezeichnet die Sternenkunde als Lehre vom Einfluss der Gestirne auf das irdische Leben. Bereits in der Steinzeit beobachteten die Menschen mittels Observatorien, die aus riesigen, regelmäßig angeordneten Felsen entstanden sind, das Himmelsgestirn. Erwähnung findet die Astrologie auch in dem Alten Testament und im Talmud. Jedoch wurde die Astrologie von den Kirchenvätern bekämpft. Nichtsdestotrotz gehörte sie im Mittelalter zu den Artes liberales. In dieser Zeit gewann die Astrologie Einfluss auf die alltäglichen Angelegenheiten der Menschen und prägte dadurch den Volksglauben.

Die Entstehung der Astrologie

Astrologie und Kultur:

  • In jeder Kultur ist eine eigene Form der Astrologie entstanden, die jeweils die Rhythmen und Zyklen der Natur mit den entsprechenden Ereignissen im menschlichen Leben zusammenführt. Die Beobachtung des Himmels bedingte, dass die frühe Astrologie untrennbar mit der Astronomie verbunden ist.
  • In der Entstehung der Astrologie war das 4. Jahrhundert n. Chr. ein wichtiger Punkt, denn zu diesem Zeitpunkt wurde die Astrologie nicht länger als Äquivalent zur Astronomie betrachtet. Seitdem wird die Astrologie als Kunst der Sterndeutung betrachtet, die in ihrer Lehre den individuellen Charakter und das Schicksal von Lebewesen deutet und Ereignisse wie Katastrophen, Krieg, Frieden oder Glückstage vorhersagt.
  • Die Entstehung der Astrologie ist sowohl mit Naturvölkern als auch mit Hochkulturen verbunden. In beiden Kulturen liegt die Anschauung zugrunde, dass alle Teile der Welt durch erfassbare Ähnlichkeit miteinander verbunden seien, was eine Verbindung zwischen dem Mikrokosmos Mensch mit dem Makrokosmos Welt entstehen lässt.


Meilensteine:

  • Einen Meilenstein in der Entstehung der Astrologie bildet der Beginn des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit wird die Astrologie psychologisch begründet. Im Rahmen dieser Entwicklung wurden Begriffe wie Tierkreis oder Planeten nicht mehr einzig mit astrologischen Objekten gleichgesetzt, sondern mit menschlichen Eigenschaften. Alle astrologischen Systeme bieten eine Systematik von Regeln, innerhalb derer gewisse Aspekte des menschlichen Lebens miteinander in Bezug gesetzt werden. Die ermittelten Bezugspunkte sind mithilfe der Regeln deutbar.
  • Heutzutage wird die Astrologie vor allem mit Horoskopen verbunden. Dafür sind die zwölf Tierkreiszeichen von großer Bedeutung. Unter Tierkreiszeichen versteht man die zehn Planeten und die zwei Linien, die als Achsen bezeichnet werden und die den Himmel in zwei Teile unterteilen. Hinzu kommen noch die zwölf so genannten Häuser. Die abendländische Astrologie hat die den Planeten zugeschriebenen Wissenskräfte als Grundlage. So wird Mars beispielsweise Aktivität, Merkur Intellekt und Saturn Erfahrung zugeschrieben.

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