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Warum bieten Schuster auch Schlüsseldienste an?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:58
Als es noch keine großen Schuhgeschäfte gab, befand sich an jeder Ecke eine Schusterei.
Da die Schuster geschickte Handwerker waren (und noch sind) und über das benötigte Werzeug verfügten, lag es praktisch auf der Hand den Schuster um der Ecke zu fragen wenn ich meinen Schlüssel verloren habe oder nicht mehr in meine Wohnung gekommen bin.

  • Zu der Zeit gab es noch keine Profilzylinder wie sie heute angeboten werden.
  • In der Regel hatte die Tür ein einfaches Schloß mit einem Bundbart-Schlüssel.
  • Mit einem gebogenen Nagel kann man diese Schlösser in wenigen Sekunden öffnen... wenn man geschickt ist.
  • Und die Schuster sind geschickt! Und sie verfügen ausserdem über die benötigten krummen Nägel. Ideale Voraussetzungen also...

  1. Bald merkten die Schuster, dass man hier prima Geschäfte machen kann und so wurde es mit der Zeit eben "selbstverständlich" als Schuster auch ganz ofiziell einen Schlüssdienst zu betreiben.
  2. Mit einem "reinen Schlüsseldienst" (so wie es ihn heute gibt) hätte man damals nicht genug Geld verdienen können.
  3. Man muss hierzu bedenken, dass die Leute damals alles zu Fuss in der unmittelbaren Umgebung erledigten und es auch noch keine Telefone gab mit dem man den Schlüsseldienst hätte anrufen können. Da blieb also nur der Schuster über.
  4. Dieses Kombination von Schusterei und Schlüsseldienst ist also sozusagen aus der Hostorie heraus entstanden und hat sich bis heute noch in den Geschäften und den Köpfen der Menschen festgesetzt.

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