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Warum feiern wir Silvester?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32

Nach Weihnachten freuen wir uns schon auf das nächste Fest: Silvester. Doch warum feiern wir den Jahreswechsel überhaupt so euphorisch, und woher kommt dieser alte Brauch?

Der Ursprung

15px;">Silvester wird als Fest zum Jahreswechsel bereits von den alten Römern gefeiert, und hat seine Wurzeln in vielen Kulturen. Offiziell wurde es erstmals von den Römern zu Beginn des Jahres 153 gefeiert, als der Jahresbeginn, der bis dahin am 1.März war, auf den 1. Januar verlegt worden ist. Zu seinem Namen kam das Fest allerdings erst viel später. Erst im Jahr 1582 verlegte die gregorianische Kalenderreform den Jahreswechsel, der bis dato auf den 24. Dezember fiel, auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester, der bereits in Jahre 335 verstorben war.

 

Die Geister die ich rief…

Der Übergang von etwas altem zu etwas neuem, also vom alten in das neue Jahr, hat von jeher etwas Mystisches und Unheimliches. So versuchen den alle Kulturen, die bösen Geister, die in der Zeit „zwischen den Jahren“ Unheil verbreiten können, durch eine Menge Lärm, Licht und andere Rituale zu vertreiben. Schon die alten Germanen zelebrierten den Jahreswechsel mit großen Feuern und ließen ihre Peitschen knallen. Darin liegt der Ursprung unseres modernen Feuerwerkes. Doch auch das Anzünden von Räucherwerk hat seinen ganz bestimmten Sinn. Weißer Salbei zum Beispiel soll nicht nur einen heimeligen Duft verbreiten, sondern vor allem die Geister der Ahnen fernhalten, die in dieser Zeit den Kontakt zu den Lebenden suchen.

 

Hoffnung auf einen Neuanfang

Da der Silvesterabend den Abschluss des alten Jahres darstellt und Punkt Mitternacht ein neues, völlig reines und unverbrauchtes Jahr beginnt, werden gerne alle Hoffnungen und Wünsche in diesen Neuanfang gelegt. Nicht umsonst heißt es schließlich von Hermann Hesse: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ Man macht gute Vorsätze, was man ab jetzt alles tun oder auch nicht mehr tun will, oder versucht etwas über seine Zukunft herauszufinden. Was bei uns häufig belächelt wird hat seinen Ursprung meistens schon vor hunderten von Jahren genommen. Zum Beispiel das Bleigießen, welches schon von den Römern mit Kerzenwachs zelebriert wurde. Mit den zufällig geformten Figuren, die beim Abkühlen des heißen Wachses oder Bleis im kalten Wasser entstehen, soll über Glück und Unglück im neuen Jahr orakelt werden.
So bleibt denn nur zu wünschen, das der Jahreswechsel mit einem „Guten Rutsch“, was übrigens aus dem Jiddisch/Hebräischen stammt und so viel wie „A gude Rosch“, also „ein frohes Neujahr“ heißt, endet und das neue Jahr ein vielversprechendes wird.

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