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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17

Warum gibt es die Fastenzeit in vielen Religionen? Es gibt sie als eine Zeit des Verzichts und der Besinnung auf Gott oder sich selbst. Im Buddhismus wird das Fasten zur Reinigung von Körper und Seele genutzt. Im Islam ist im Fastenmonat Ramadan der Verzicht auf Nahrung und jegliche Flüssigkeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang für jeden Gläubigen Pflicht. Im Christentum gilt die Fastenzeit als der 40-tägige Zeitraum vor dem Osterfest.

Bitte beachten:

  • Je nach Dauer und Ausmaß des Fastens ist es wichtig einen Arzt zu Rate zu ziehen, der den allgemeinen Gesundheitszustand vor und während der Fastenzeit kontrolliert.
  • Besonders im Falle einer Fastenzeit, die länger als einen Tag dauert und die komplette Einstellung jeglicher Nahrungsaufnahme bedeutet, ist dies wichtig, um möglichen negativen Konsequenzen vorzubeugen.
  • Die Frage, warum es die Fastenzeit für einen selbst gibt, und wie man sie durchführen möchte, ist eine sehr persönliche Entscheidung.

Die Fastenzeit

Warum gibt es die Fastenzeit im Christentum?

  • Im Christentum ist die Fastenzeit als Vorbereitungszeit auf das Hochfest Ostern entstanden und erinnert an das 40-tägige Fasten von Christus. Dauer und Ausmaß des Fastens hängen von der Kirchenzugehörigkeit einer Person ab.
  • In der katholischen Kirche ist auch heute noch in der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern das Fasten Pflicht für jeden Gläubigen und bedeutet den Verzicht auf Fleisch und andere Genussmittel.
  • Viele Menschen verzichten auch auf Dinge wie Internet, Fernsehen und Süßigkeiten. In der evangelisch lutherischen Kirche gibt es die Fastenzeit, sie ist aber keine Pflicht und es gibt auch keine Vorschriften, auf welche Lebensmittel oder Aktivitäten verzichtet werden sollte.

 

Warum gibt es die Fastenzeit heute oft als Modeerscheinung?

  • Heutzutage wird das Fasten häufig als eine Reinigung des Körpers durchgeführt, sei es aus Krankheitsgründen, Vorbeugung oder als eine Zeit der Meditation und Selbstbesinnung. Diese Art des Fastens wird oft „Heilfasten“ genannt.
  • Sie kann von einem Tag bis zu mehreren Wochen dauern und sich auf den Verzicht einiger spezieller Lebensmittel, wie z.B. Fleisch beziehen oder auf eine Ernährung mit Rohkost, Säften oder nur Wasser und Tees.

 

Für alle die gesundheitlich fasten möchten hier eine Anleitung:

  • Um einen positiven Effekt für die Gesundheit zu erzielen, sollte der Darm vor Beginn des Fastens entleert werden. Dies kann durch verschiedene Abführmittel geschehen.
  • Je nach Art des Fastens werden über mehrere Tage nur Tees, Säfte und Wasser zugeführt. Dies hängt von der gewählten Art des Fastens ab, sei es Molkefasten, Rohkostfasten oder der Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte.
  • Besonders wichtig: Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!
  • Während dieser Zeit sollte man keine sportlichen Aktivitäten durchführen. Auch Prüfungsphasen oder problematische Zeiten auf der Arbeit sind nicht ideal für die Durchführung.
  • Zu Ende der Fastenzeit wird das Fasten gebrochen“, d.h., es wird mit der Einnahme leichter Kost begonnen.
  • Nach längerer Zeit ohne feste Nahrung sollte dem Magen keine fettreiche Mahlzeiten und keine großen Portionen zugemutet werden.
  • Am Besten beginnt mit einem Apfel oder einer Schüssel Haferbrei mit Wasser.

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