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Warum ist die NRA für Schusswaffen? - Eine Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Die NRA ist eine Interessenvertretung, die das uramerikanische Recht des Waffen tragens verteidigt.

Die Geschichte der amerikanischen Nation geht wesentlich länger in die Vergangenheit zurück als beispielsweise die Geschichte der noch jungen Bundesrepublik. Für viele Amerikaner ist die Unabhängigkeitserklärung vom 04. Juli 1776 sozusagen die Gründungserklärung und das solide Fundament für dieses Land. In der zweiten Ergänzung vom Dezember 1791 wurde das Bürgerrecht, eine Waffe zu besitzen und zu tragen festgeschrieben. In den USA finden sich viele ganz unterschiedliche Nationalitäten und die USA sind stolz auf die Funktion als Schmelztiegel der Nationen. Das entwickelte Staatswesen entstand durch die Besiedlung des Westens ausgehend von der Ostküste. Die ZIvilisation verbreitete sich - auch mit Hilfe der Eisenbahn - sehr schnell in den Westen. Dabei sind die Distanzen wesentlich größer als in Deutschland oder Europa. Auch heute noch befinden sich viele Farmen sehr weit voneinander entfernt, so dass die Bewohner ohne Bewaffnung ein Gefühl der Hilflosigkeit hätten. Aus der Zeit der "pilgrim fathers" stammt eben das Recht, dass jeder Amerikaner Waffen tragen darf. Und sich so gegen Überfälle auf sein Grundstück selbst verteidigen darf.

  • Nirgends gibt es so viele legale Waffen wie in den USA.
  • Der Kauf und das Tragen von Waffen ist allerdings mit der Staatsbürgerschaft der USA oder einer green card möglich.
  • Die NRA wehrt sich gegen Einschränkungen oder politisch bedingte Bevormundung.

Weitere wichtige Informationen

  • Die National Rifle Association ist der Zusammenschluss aller derjenigen, die politisch für dieses ureigene Recht eintreten. 
  • Erstaunlich dabei ist die doch recht hohe Mitgliederzahl der NRA. In der Pressekonferenz vom 21. Dezember spricht die NRA von 4 Millionen Mitgliedern, die für das Recht eintreten, die Kinder der Nation verteidigen zu dürfen. 
  • Dies zeigt, dass es auch ein erhebliches politisches Interesse der Bevölkerung daran gibt, dieses Recht zu behalten.
  • Anlässlich verschiedener Amokläufe stellt insbesondere die nicht konservativ bzw. von der Partei der Repubilkaner  dominierte Presse die Frage, ob dieses Recht noch zeitgemäß wäre. 
  • Die NRA vertritt die eindeutige Meinung, dass gerade Schulen keine waffenfreien Zonen sein dürften, denn dann hätten die Amokläufer dort das geringste Risiko, wenn sie maximalen Schaden anrichten würden. 
  • Die NRA ist aber noch mehr als eine Interessenvertretung. Auf der Homepage nra.org finden sich Verweise auf die unterschiedlichen Publikationen und Zeitungen für Waffenbesitzer, sei es für die Jagd oder auch für die Sportschützen. 
  • Eine Waffe zu besitzen und auch zu nicht-kriminellen Zwecken zu nutzen ist also auch Bestandteil der Freizeitbeschäftigung vieler Amerikaner.
  • Kurz zusammengefasst kann also gesagt werden, dass die NRA eine Interessenvertretung und ein Verlag für alle Waffeninteressierten ist und dass das Angebot auch aus dem historischen Kontext und der Entwicklung der USA erklärt werden können.

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