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Warum lachen wir?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Menschen lachen in den unterschiedlichsten Situationen.
Wir lachen nach einem lustigen Witz, in einer absurden Situation aus Schadenfreude, aus schierer Glückseligkeit und in vielen anderen Momenten. Dabei fällt auf, dass wir meistens mit anderen gemeinsam lachen. Demnach ist Lachen eine Art Kommunikationsinstrument. Häufig lachen zwei Gesprächspartner auch über die Dinge, die nicht einmal im Entferntesten lustig sind.

  1. Da Menschen also in grundlegend unterschiedlichen Situationen lachen, haben Wissenschaftler sich an die Unterscheidung der Ursachen gemacht. Lachen hat unter anderem eine soziale Bedeutung in der Interaktion mit anderen Menschen. 
  2. Jemand, der in einem Gespräch viel lacht und grienst, entspannt seinen Gegenüber und macht ihm klar: ich bin harmlos. 
  3. Insbesondere bei Menschen, die sich noch nicht so gut kennen, wird mehr gelacht, auch wenn in dem Moment nichts Lustiges passiert. 
  4. Auch das Verlegenheitslachen entschärft die unangenehme Situation, auf eine freundliche Art und Weise, so wird Fehltritt wird eher verziehen. Daher ist es nicht wunderlich zu hören, dass nur etwa 10 bis 20 Prozent der Lacher einer witzigen Bemerkung folgen.
  5. Ein weiter Auslöser des Lachens, sind die bereits erwähnten lustigen Momente oder Witze, die ganze Gruppen von Menschen zu lautem Gelächter treiben können. 
  6. In diesem Zusammenhang steht jedoch nicht die Ursache selbst, sondern die Wahrnehmung der Wirklichkeit, im Vordergrund. Warum ist etwas das witzig ist eigentlich witzig? Es ist witzig, weil etwas Unerwartetes geschieht. 
  7. Die meisten Witze beginnen beispielsweise meist mit einem ganz normalen Szenario bis die Ponte das völlig verblüffende Ende einleitet. 
  8. Eine Ausnahme stellen die Witze dar, die auf die Schadenfreude beziehungsweise die Freude über die Dummheit eines anderen abzielen. Blondinenwitze und Ostfriesenwitze zum Beispiel. Auch diese Witze haben manchmal etwas absurdes an sich.
  9. Es kommt jedoch auch vor, dass Menschen andere, wegen ihrem Verhalten, Auslachen. Für den ausgelachten hat dies meist eine demütigende Wirkung. Der Auslacher stellt so seine Überlegenheit gegenüber dem Ausgelachten zu Schau. 
  10. So stellt sich der Auslachende in eine machtvollere Position, als er zuvor eingenommen hat. Das Auslachen selbst hängt also mit dem Machtbestreben der Menschen zusammen.
  11. Der Mensch lacht außerdem aus Reflex, beispielsweise nach einer großen Erleichterung. Schmeißt jemand beispielsweise eine sehr teure Lampe in dem Haus seines Chefs um, kann diese jedoch im letzten Moment fassen und stellt sie zurück auf ihrem Platz, ist ein Lachen vor Erleichterung die Folge. Das Lachen hilft in dem Fall, den Körper nach dieser großen Anspannung wieder zu Entspannen.
  12. Abgesehen davon sind viele Menschen kitzelig. Wenn eine kitzelige Person gekitzelt wird, muss die meist Lachen. Beim kitzelt besteht auch eine Inkongruenz, wie bei den Witzen, wir sind uns nicht sicher ob das Kitzeln Schmerz oder Wollust verursacht, also lachen wir.
  13. Lachen ist in jedem Fall gesund und löst die Freigabe von Glückshormonen aus. Es befreit von Stress und ist sogar gut für das Immunsystem.

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