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Warum wurde die Siegessäule Berlin einst umgesetzt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Heute steht die Siegessäule im Tiergarten in Berlin auf dem Großen Stern.

Heute steht die Siegessäule im Tiergarten in Berlin auf dem Großen Stern. Dort stand sie aber nicht von Anfang an. Erbaut wurde sie von 1864 bis 1873, das sind neun Jahre reine Bauzeit. Sie sollte an die in demselben Zeitraum stattfinden Kriege mit Dänemark, Österreich und Frankreich erinnern. Sie wurde an ihrem ursprünglichen Platz, dem Königsplatz, eingeweiht. Doch in den Jahren 1938 und 1939 musste sie am Königsplatz weichen und steht seitdem auf dem großen Stern. Der damalige Königsplatz heißt heute Platz der Republik, doch die Siegessäule wird nicht an ihren alten Standort zurückziehen. Gemeinsam mit den Denkmälern für Bismarck, Roon und Moltke musste die Säule den Stadtplanungen des 3. Reiches weichen. Sie sollte am großen Stern ein Symbol für das Zweite Reich vor dem 3. Reich sein. Obwohl die Siegessäule den 2. Weltkrieg in Berlin überstanden hatte, wäre sie fast danach noch gesprengt worden. Doch alle Denkmäler, die vor dem 1. Weltkrieg errichtet worden waren, wurden dann doch von einem Abriss verschont. Und so steht die Siegessäule noch immer mitten im Tiergarten von Berlin.

  1. Die Pläne für die Umgestaltung Berlins hatte Ende der 30er Jahre der Architekt Alfred Speer entworfen.
  2. Berlin sollte spätestens nach dem Krieg die Hauptstadt des Weltreichs Germania werden.
  3. Den Begriff Welthauptstadt führte Hitler selbst erstmals im Jahr 1942 ein.
  4. Die ersten Schritte hierzu wurden bereits während des Kriegs vorgenommen. In den Jahren 1937 bis 1943 wurde Berlin nach den Ideen von Alfred Speer verändert.
  5. Er hatte eine große Machtfülle im Rahmen seiner Umbaupläne nach den Vorstellungen Hitlers. Für die Umsetzung der Siegessäule auf den Stern wurde dessen Durchmesser extra auf 200 Meter erweitert.
  6. Um ihre eine bessere Geltung auf dem Platz zu verschaffen wurde sie dann noch um etwa 8 Meter erhöht.

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