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Was bedeutet Habemus Papam?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Habemus Papam heißt in der Kurzform frei übersetzt "Wir haben einen Papst".
In der langen Version lautet dieser Satz: „Annuntio vobis gaudium magnum: habemus Papam. Eminentissimum ac reverendissimum dominum, Dominum (Vorname des Papstes), Sanctae Romanae Ecclesiae cardinalem (Nachname des Papstes), qui sibi nomen imposuit (Papstname).“

E gibt einen neuen Papst!

  • Dieser Satz wird von den Kardinälen nach einer Papstwahl verkündet. Damit wird der Name des neuen Papstes bekannt gegeben und der Öffentlichkeit vorgestellt. 
  • Die Wahl eines Papstes ist eine sehr komplexe Angelgenheit und wird von Kardinälen aus der ganzen Welt vorgenommen. Wenn ein Papst, wie der letztere zurücktritt oder stirbt, so muss umgehend ein neuer Papst gewählt werden. 
  • Dazu fliegen Kardinäle aus über 100 Ländern nach Rom um sich an der Wahl zu beteiligen. Die Wahl wird hinter verschlossenen Türen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgenommen. 
  • Jeden Tag gibt es bis zu 2 Wahlgänge, in denen der zukünftige Papst mindestens 2/3 Mehrheit haben muss. Ist dies der Fall, so steht der neue Papst fest. 
  • Um dies auch umgehend den über 1 Milliarden Christen auf der Welt mitzuteilen geben die Kardinale so genannte Rauchzeichen ab. Die Farbe des Rauches informiert die Außenwelt darüber ob ein neuer Papst gefunden wurde oder nicht. Weißer Rauch bedeutet, dass die Wahl vorbei und ein neuer Papst gefunden ist. 
  • Schwarzer Rauch hingegen bedeutet, dass sich die Kardinäle noch nicht auf einen Papst einigen konnten und die Wahl weiter geht. 
  • Ist jedoch ein neuer Papst gewählt worden, so wird dieser umgehend mit den jeweiligen päpstlichen Gewändern ausgestattet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie auch in diesem Jahr warteten während der Wahl und auch unmittelbar vor der Vorstellung des neuen Papstes bis zu 200.000 Gläubige die den neuen Papst begrüßen wollten. 
  • Der zurückgetretene Papst Benedikt lebt nun zurückgezogen in einem kleinen Kloster, ganz abseits der Öffentlichkeit. 
  • Es gilt abzuwarten, was der aktuelle Papst Franziskus I. aus seinem Amt machen wird. Schon jetzt ist er dafür bekannt, dass er sich nicht so gerne an das vorgeschrieben Protokoll hält, ganz zum Leid seiner Bodyguards. 
  • Auch auf die typischen und traditionellen roten Schuhe greift er nicht zurück und trägt lieber seine alten Straßenschuhe. Fest steht, dass er neuen Wind in die Kirche bringt, jedoch muss man abwarten in welche Richtung sich das ganze entwickeln wird.

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