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Was genau ist eine Vorstrafe?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Vorbestraft ist derjenige, gegen den eine Strafe verhängt worden ist.
Die Strafe muss dabei bereits rechtskräftig geworden sein, ebenso darf diese nicht getilgt werden. Abzugrenzen davon sind Ordnungswidrigkeiten, bei denen lediglich eine Geldbuße festgesetzt wird – diese zählen nicht als Vorstrafen.

Können Vorstrafen wieder erlöschen?

  • Die Strafen werden getilgt, wenn der Täter während einer bestimmten Zeitspanne nicht erneut verurteilt wurde.
  • Je nach Höhe der Strafe beträgt dieser Zeitraum zwischen 5 und 20 Jahren.
  • Zur Tilgungsfrist wird zusätzlich noch die einjährige „Überliegefrist“ hinzugerechnet, während dieser die Verurteilung noch im Bundeszentralregister gespeichert wird, allerdings keine Informationen mehr herausgegeben werden.

Wo werden Vorstrafen aktenkundig gemacht?

  • Alle Vorstrafen werden ins Bundeszentralregister eingetragen. Zur Einsichtnahme befugt sind Strafrichter und die in § 41 Bundeszentralregistergesetz genannten Behörden.
  • Zudem ist es jeder Person ab 14 Jahren möglich, eine Auskunft über eigene Einträge im Bundeszentralregister anzufordern. Im sogenannten „Führungszeugnis“ sind alle Eintragungen über bereits erhaltene Auflagen und Vorstrafen ersichtlich.
  • Ausgenommen davon sind jedoch erstmalig verhängte Geldstrafen bis zu 90 Tagessätzen sowie Jugendstrafen von geringer Höhe.

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