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Was hilft gegen Stottern?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Stottern ist in der Regel psychisch begründet. Die konkreten Ursachen können vielfältiger Art sein.

Stottern ist meist nicht angeboren. Stottern erwirbt sich allerdings ein Kind schon in einem Alter, in dem es anfangen müsste zu sprechen. Es ist in der Regel psychisch begründet. Die konkreten Ursachen können vielfältiger Art sein. Aber ebenso wie sie in der Psyche wurzeln, ist es auch über de Psyche heilbar.

Wissenswert:

  • Die Angst vor zu langen Wörtern nennt man übrigens Hippopotamomonstrosequipedaliophobie. Kein Wunder wenn man stottert bei einem solchen Zungenbrecher.

  1. Der eine hat Angst vor zu langen Wörtern, der andere traut sich nicht, zu denken, während er spricht. Der nächste stottert bei fast jedem Wort. Seine Zuhörer stört das so gewaltig, dass die nervös werden, mit Kritik reagieren oder ihn einfach stehen lassen, wodurch sich das Stottern noch weiter verstärken kann.
  2. Oftmals verstärkt sich das Handicap im Kindergatten noch. Auch mit dem Beginn der Schule bessert sich der Zustand oftmals nicht.
  3. Es gibt nicht wenige Kinder, die sich besser gar nicht mehr melden, als vor der Klasse stottern zu müssen. 
  4. Gute Lehrer können dem bewusst entgegen wirken. Allerdings sind heute die Klassen oftmals so groß, dass ein Lehrer sich dafür speziell gar nicht die Zeit nehmen kann. 
  5. Viele Lehrer haben in jüngster Zeit meist hinreichend mit solcherlei Problemkindern, die ADS haben oder hyperaktiv sind genug zu tun. 
  6. Die Zahl dieser Kinder nimmt in unserer nicht gerade kinderfreundlichen Zeit, in der alles am besten nach der Stoppuhr verlaufen muss und keiner mehr Zeit zum Innehalten hat, noch zu. Da fallen die Stotterer meist „unter den Tisch“. Schließlich stören sie ja nicht. 
  7. Die stotternden Kinder sind also weitgehend sich selbst überlasen. Oftmals suchen die Eltern aber Rat und Hilfe bei einem Psychotherapeuten. 
  8. Hier bekommen die Eltern und Kinder oftmals gute Tipps. Einer solcher Tipps ist die Stotter-Therapie durch das Erlernen anderer Sprachen. 
  9. Es wurde nämlich festgestellt - und frühere Stotterer berichten es häufig selbst - dass Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene die Heilung fanden, als sie begannen, aus einer anderen Sprache zu übersetzen. 
  10. Wenn man übersetzt, muss man darüber nachdenken, wie man was übersetzt. Und es bleibt keine Zeit mehr zu stottern bzw. über sich selbst und sein Handicap zu reflektieren. 
  11. Wer also heute stottert, sollte am besten so schnell wie möglich eine andere Sprache erlernen und so oft wie es geht aktiv die Möglichkeit bekommen, vor der Klasse laut zu übersetzen. 
  12. Das stärkt dann wiederum das Selbstvertrauen und fördert die Autorität und das Ansehen des Kindes bzw. Jugendlichen.

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