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Was ist der Kommunismus?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:59
Ein oft verwendetes Schlagwort, dessen eigentliche Bedeutung sich viele nicht bewusst sind.

Der Kommunismus wurde jahrelang als Bedrohung der elementaren Werte des freien Westens empfunden. Auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks ist diese Meinung noch immer vorherrschend. Die genaue Erklärung was den Kommunismus vom westlichen Kapitalismus unterscheidet, ist man den Massen dabei oft schuldig geblieben.

Kommunismus erklärt

Masse gegen Individuum:

  • Die Theorien über den "wahren" Kommunismus haben inzwischen unzählige Ableger geschaffen.
  • Von Urkommunismus haben sich diese Ausprägungen inzwischen weit entfernt. Gleich bleibt bei fast allen Theorien, dass sie ein Gesellschaftsmodell propagieren, in dem der Einzelne nur als Teil der Gemeinschaft zählen.
  • Dieser Gemeinschaft hat er sich unterzuordnen. Sein einziger Zweck ist es, der Gesellschaft zu dienen, und ihr nützlich zu sein.
  • Als ultimatives und erstrebenswertestes Ziel des Kommunismus, galt schon immer die Schaffung einer klassenlosen Gesellschaft, in der jeder Mensch dem anderen gleichgestellt ist. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es nötig die herrschende Gesellschaftsordnung, getragen von derzeitigen Eliten, zu stürzen, und die Gesellschaft langsam zur kommunistischen Utopie umzubauen.
  • Die tragende Säule in diesem Kampf sollte dabei das sogenannte Proletariat, die Arbeiterklasse, bilden. Mit dessen Hilfe wollte Karl Marx, der Schöpfer der kommunistischen Ideen, die Macht der herrschenden Eliten brechen, um den Weg für seine Utopie einzuebnen.


Sowjetkommunismus:

  • Der gegenwärtigste Kommunismus, der Sowjetkommunismus, ist die bekannteste Form der kommunistischen Gesellschaftstheorien.
  • Diese Form war von einer großen tatsächlichen Macht geprägt, da der Sowjetkommunismus nicht nur theoretisch existierte.
  • Er wurde dabei von kommunistischen Führern als Vorstufe zum wahren Kommunismus betrachtet. Entfaltet hat er sich ausgehend von Russland 1918, besonders nach dem zweiten Weltkrieg, in Osteuropa.
  • Neben diesen sogenannten Ostblockstaaten waren es vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer die sich von den Versprechungen der Kommunisten verlocken ließen.
  • Bezeichnend für den Sowjetkommunismus war die Kanonisierung seiner Leitfigurn, namentlich vor Allem Lenin und Marx.
  •  Auch die jeweiligen Herrscher erzeugten einen starken Personenkult um sich, wobei sich dieser Personenkult mit zunehmender Dauer der kommunistischen Herrschaft immer mehr in eine Verehrung der Idee und Partei an sich ausgeweitet hat.


Antifaschismus:

  • Nach Ende des zweiten Weltkrieges kam es auch zu einem starken Antifaschismus innerhalb des Kommunismus.
  • Wurden vor dem Krieg noch Kontakte geknüpft, und oftmals zusammengearbeitet, so wurde der Faschismus nach dem Ende des Krieges zu einem Feindbild, das man oftmals auf nichtmal ansatzweise faschistische Feinde zu projizieren versuchte.
  • Dabei stützten sich Kommunismus und Faschismus oftmals auf gemeinsame Säulen: Starker Personenkult, Diktatur, sowie Gegnerschaft zum Kapitalismus und zur

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