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Was ist eine Christdemokratie?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Als Christdemokratie bezeichnet man eine politische Ideologie, der im Parteienspektrum oftmals die bürgerlichen Parteien zugerechnet werden.
Das Spektrum der politischen Meinungen variiert jedoch von Land zu Land und reicht von der linken Mitte bis rechtsaußen. 

Bitte beachten

  • Christlich-Demokratische Union (Deutschland)
  • Christlich-Soziale Union (Deutschland)
  • Österreichische Volkspartei (Österreich)
  • Christdemokratisch und flämisch (Belgien)
  • Christlichdemokratische Volkspartei (Schweiz)
  • Kristelig Folkeparti (Norwegen)
  • Kristdemokraterna (Schweden)
  • Kristendemokraterne (Dänkemark)

Geschichte und Ansichten der Christdemokraten

  • Die Wurzeln der Christdemokratie liegen in der katholischen Soziallehre und evangelischen Sozialethik. Aus dieser religiösen Anschauung, wonach der Mensch als Ebenbild Gottes erschaffen wurde, leitet die Christdemokratie zentrale Werte wie soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Freiheit ab.
  • Als Gründungsschrift der europäischen Christdemokratie gilt die Enzyklika Rerum Novarum (Enzyklika der neuen Sache) des Papstes Leo XIII., die 1891 als Reaktion auf die Industrialisierung veröffentlicht wurde. 
  • 1931 konkretisierte Papst Pius XI. in der Enzyklika Qadragesimo anno ("im vierzigsten Jahr", nach Rerum Novarum) die Freiheit des Einzelnen aufgrund der zunehmenden Machtzuwächse totalitäter Bewegungen. In diesem Werk werden mit den Prinzipien "Privat vor Staat" (Eigenverantwortung) und dezentrale Organisation des Staates ("klein vor groß") zwei weitere Grundsätze der Christdemokratie beschrieben, die auch als Subsidiaritätsprinzip bekannt geworden sind.

 

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