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Was ist eine Matrikelnummer?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Eine Matrikelnummer ist eine festgelegte Personenkennung.

Eine Matrikelnummer ist eine festgelegte Personenkennung, anhand derer der Inhaber ohne Rückgriff auf Namens- und Geburtsdaten eindeutig identifiziert werden kann. Der Begriff Matrikel ist vom lateinischen matricula abgeleitet und bedeutet Stammrolle. Eine Matrikel ist nichts anderes als ein Personenverzeichnis. Historisch betrachtet lässt sich der Ursprung des Begriffs bis in die Antike zurückverfolgen. Im Tempel der Metroon war das athenische Staatsarchiv eingerichtet. Im Heiligen Römischen Reich gab eine Reichsmatrikel vor, wie viel Geld und Truppen der Adel für Kriege zu stellen hatte. Mit Gründung der ersten Universitäten wurden bereits Matrikeln über Studenten angelegt. Von den mittelalterlichen Universitäten Wien und Heidelberg sind Matrikeln aus dem 13. Jahrhundert überliefert.

Immatrikulation an einer Hochschule

  • Die gebräuchlichste Form der Matrikelnummer ist heute die Erteilung bei der Immatrikulation an einer Hochschule.
  • Jeder Studierende, der sich einschreibt, erhält eine individuelle Zahlenkombination zugewiesen.
  • Sie wird nur einmal vergeben und auf dem Studentenausweis abgedruckt. Über die Matrikelnummer identifiziert die Hochschule ihre Studenten.
  • Aus diesem Grunde muss bei Prüfungsanmeldungen oder den eigentlichen Prüfungen die Nummer angegeben werden, damit eindeutig festgehalten werden kann, wer die Prüfung abgelegt hat.

Datenschutz

  • Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist die Matrikelnummer nur für die Hochschule selbst personalisierbar, d.h. nur die Universität kann einen Zusammenhang zwischen Nummer und tatsächlicher Identität herstellen.
  • Aus diesem Grund enthalten auch Studienbescheinigungen nicht diese Nummer, da sie an Dritte weitergegeben werden. Diese Anonymisierung des Studierenden ermöglicht auch, z.B. Notenlisten mit Matrikelnummern zu veröffentlichen.
  • Jeder Studierende sollte seine Nummer genauso schützen wie seine übrigen Personaldaten. Jede Hochschule vergibt eine eigene Matrikelnummer. Wer an mehreren Hochschulen eingeschrieben ist, erhält auch mehrere Identifikationsnummer.


Andere Personenidentifizierungsnummer:

  • Aber nicht nur an Hochschulen wird heutzutage eine Identifikationsnummer vergeben. Auch Soldaten erhalten eine solche.
  • Sie wird bei den Streitkräften Personenkennziffer genannt. Laut Genfer Konvention ist festgelegt, dass Kriegsgefangene nur ihren Namen, Geburtsdatum, Dienstgrad und ihre Personenkennziffer angeben müssen.
  • In Bereich der öffentlichen Verwaltung erhalten Beamte eine Personalnummer, die sie während ihres gesamten Berufslebens führen. Sie dient insbesondere zur eindeutigen Identifizierung und der Vermeidung von Namensverwechslungen bei großen Personalkörpern.

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