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Was ist eine Warenbörse?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Eine Warenbörse ist ein Handelsplatz, an dem im Gegensatz zur Wertpapierbörse fungible Handelsgüter wie zum Beispiel Rohstoffe, landwirtschaftliche

Eine Warenbörse ist ein Handelsplatz, an dem im Gegensatz zur Wertpapierbörse fungible Handelsgüter wie zum Beispiel Rohstoffe, landwirtschaftliche Erzeugnisse oder auch Nahrungsmittel gehandelt werrden. In der Regel handelt es sich bei den dort gehandelten Gütern niicht um industriell hergestellte Produkte, sondern um Agrar - und Industrierohstoffe, Mineralien uns weitere Naturprodukte. Heute gibbt es in Deutschland insgesamt 22 Warenbörsen. Die Geschäfte kommen dort enztweder als sogenannte Lokogeschäfte mit einer sofortigen Erfüllungsfrist oder als Termingeschäfte an einer Warenterminbörse zustande. Bei einer Warenterminbörse werden die entsprechenden Verträge jetzt schon geschlossen, aber erst in der Zukunft abgewickelt (zum Beispiel nach der Ernte).

Hilfreiche Hinweise

  • Die Preise an einer Warenbörse werden nicht ausschließlich durch Angeboot und Nachfrage bestimmt, sondern teilweise auch durch Spekulationsgeschäfte. Gerade bei Nahrungsmitteln ist dies aufgrrund der Auswirkungen auf die Armen in der Gesellschaft in der Regel besonders problematisch. 
  • Allerdings ist die eigentliche Handelstätigkeit heute an diesen Börsen weniger wichtig als früher. Die Preisbildung ist hier aber für den realen Handel wichtig, da es sich bei diesen Notierungen um Preise handelt, die bei der realen sofortigen Lieferung der Ware gezahlt werden. Für das Tagesgeschäft der jeweiligen Händler sind diese regionalen Preise sehr viel wichtiger, als die an den internationalen Börsen notierten Preise.
  • Die Warenbörsen sind die ältesten Börsen der Welt. Sie entstanden schon einige Jahrhunderte vor der Entstehung des Handels mit Wertpapieren. Die erste Börse dieser Art wurde im Jahre 1409 in Brügge gegründet. 
  • Dort entstand auch der Name Börse. Die Kaufmannsfamilie van der B(e)urse veranstaltete dort in ihrem Haus regelmäßige geschäftliche Zusammenkünfte vor allem mit Kaufleuten aus Italien. 
  • Selbstverständlich wurden bei diesen Treffen auch Geschäftskontakte geknüpft. Der Familienname ging also von diesem Haus auf die Treffen der Kaufleute über und wurde bald in ganz Europa bekannt. 
  • 1540 wurde dann die Augsburger Börse gegründet. Sie ist die älteste deutsche Warenbörse. Im 17. Jahrhundert war die 1611 gegründete Börse von Amsterdam am bedeutendsten.

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