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Was ist Fernwärme? - Eine Erklärung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Was Energieversorung durch Fernwärme genau ist.

Vielleicht hast auch Du schon einmal von einer Energieversorgung durch Fernwärme gehört. Hierunter versteht man einen Energielieferanten, der von einem zentralen Heizkraftwerk Gebäude über Rohrleitungssysteme mit Warmwasser und Heizung versorgt. Diese thermische Energie erfolgt in der Regel über weite Strecken wärmegedämmter Rohrer, die teils unterirdisch verlaufen und manchmal auch als Freileitung ausgelegt sind.

Wichtige Fakten zur Fernwärme

  • In vielen Großstädten bildet Fernwärme eine interessante Alternative zu den herkömmlichen Heiztechniken mit Gas oder Öl. 
  • Insbesondere Wohnungsbaugesellschaften, die über große Wohnkomplexe verfügen, nutzen häufig diesen Wärmelieferanten. Meist erkennst du das daran, dass in nicht allzu weiter Entfernung dieser Wohneinheiten ein sogenanntes Fernheizkraftwerk mit langem Schornstein errichtet wurde. 
  • Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Fernwärme in Innenstädten genutzt. Dadurch sollte die Zahl der Wohnungsbrände durch Feuerstätten verringert und eine Umweltbelastung durch Kohle und Asche unterbunden werden. 
  • Die Energie wurde von thermischen Kraftwerken aufgrund einer Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen. Für den Wärmetransport hat sich heißes Wasser in Leitungen am besten bewährt und wird daher auch heute noch in dieser Form verwendet.
  • Vielleicht fragst du dich, ob Fernwärme auch heute noch eine Bedeutung spielt. Immerhin könntest du meinen, dass auf dem langen Weg durch die Rohrleitungen viel Energie verloren geht. 
  • Dank isolierter Rohrleitungen, die größtenteils unterirdisch verlegt werden, ist der Wärmeverlust bei weitem nicht mehr so hoch, wie zu Beginn der Einführung dieser Energiequelle. 
  • Zwischenzeitlich werden nicht mehr nur allein große Wohnkomplexe mit Fernwärme versorgt, sondern immer häufiger auch ganze Wohnsiedlungen mit Einfamilienhäusern. Dabei bietet diese Energie viele Vorteile, die meist wegen des etwas höheren Preises leider unterschätzt werden.
  • Im Gegensatz zu einer eingebauten Ölheizung oder einer Gasheizung, werden keine zusätzlichen Warmwasserboiler oder Heizbrenner im Haus mehr benötigt. 
  • Wenn du beispielsweise in deinem Haus eine Gas- oder Ölheizung besitzt, muss diese regelmäßig gewartet werden. Ebenso ist es Pflicht, dass zumindest zweimal jährlich der Schornsteinfeger zur Überprüfung kommen muss. 
  • Schließlich musst du noch an den hohen Anschaffungspreis einer solchen Heizungsanlage denken, die insbesondere nach ungefähr 10 Jahren mit einer Neuinvestition ins Geld geht. 
  • All diese Kosten gibt es bei der Fernwärme nicht, da heißes Wasser und Heizwärme direkt durch ein Rohr in dein Heizungssystem fließt.
  • So brauchst du dich auch nicht jährlich um preisgünstigere Gaslieferanten zu kümmern, oder bei Ölheizungen günstige Ölpreise abwarten, die es heute ja leider nicht mehr gibt. 
  • Wenn Du diese gesamten Nebenkosten und den nötigen Aufwand mitrechnest, ist eine Fernwärmeheizung im Grunde eine praktische Sache. In vielen Städten übernehmen die Stadtbetriebe den Vertrieb dieser Fernwärmeheizung.

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