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Was passiert in einem Atomkraftwerk? - So wird Atomstrom gewonnen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:06

Ein Atomkraftwerk produziert Strom durch Wärme. Die Wärme wird erzeugt durch zerfallende Atomkerne, die instabil werden und dabei Energie in Form von Gammastrahlung abgeben.

 

Gefährliche Energiegewinnung

Aufbau eines Atomkraftwerkes

  • Der zentrale Mittelpunkt eines Atomkraftwerkes oder auch Kernkraftwerkes ist der Kernreaktor. 
  • In diesem Kernreaktor entsteht Wärme durch die Spaltung schwerer Atomkerne. Mit dieser Wärme wird Wasser zu Wasserdampf umgewandelt. 
  • Mit diesem Wasserdampf wiederum wird eine Dampfturbine angetrieben. 
  • Diese erzeugt mittels eines mit Ihr verbundenen Generators den Strom.


Spaltbares Uran- die Grundlage

  • Das Material zur Erzeugung der Wärme im Kernreaktor ist Uran. Uran ist ein Metall mit besonderen Eigenschaften. Alle Isotope dieses Metalls sind radioaktiv. 
  • Dabei fällt das Isotop 235 besonders ins Gewicht. Im natürlich vorkommenden Uran ist es nur mit einem Anteil von 0,7 % vorhanden. Der Rest besteht aus dem Isotop 238. 
  • Das Isotop 235 ist das einzige auf der Erde vorkommende Atom, das zu einer Kernspaltungskettenreaktion fähig ist. Machbar wird dies durch den Beschuss mit thermischen Neutronen.
  • Uran als Träger des Isotop kommt nicht als eigenständiges Erz in der Natur vor. Uran ist immer in Mineralen eingebunden und muss aus diesen extrahiert werden. 
  • Die größte bekannte Lagerstätte für uranhaltige Minerale ist Olympic Dam, ein Untertage-Berkwerk in Australien. 


Die Gefahren des Isotop 235

  • Der spaltbare Atomkern 235 wird sowohl zur Stromerzeugung in Atomkraftwerken wie auch zum Einsatz in nuklearen Waffen genutzt. 
  • Über die Gefahren einer Atombombe muss nichts weiter erzählt werden. Die Gefahr des spaltbaren Materials in Atomkraftwerken wird weltweit trotz zahlreicher, auch schwerer, Vorkommnisse immer noch unterschätzt. 
  • Die Unterstützer der Atomkraft verweisen auf die sauber erzeugte Energie und damit auf deren Umweltfreundlichkeit, da Energie aus einem Kernkraftwerk praktisch völlig emissionsfrei produziert wird, abgesehen von der Wärmeabgabe durch die Kühlkreisläufe.
  • Die Gegner der Atomkraft verweisen zum einen auf erhöhte Krankenzahlen durch Krebserkrankungen im Bereich von Atomkraftwerken sowie der ungeklärten Endlagerung der atomaren Abfälle. 
  • Die von den Atomkraftbefürwortern aufgeführte Wiederaufbereitung von Kernbrennstäben ist kein stichhaltiges Argument, da diese nur zu einem geringen Anteil aufbereitet werden können. 
  • Zudem ist ein völlig sicheres Atomkraftwerk eine Illusion, wie der letzte Vorfall in Fukushima zeigte. 
  • Die radioaktive Strahlung des Isotop 235, oder besser der Zerfallsprozess bis zur vollständigen Umwandlung dauert über einhunderttausend Jahre. 
  • In dieser Zeit gibt das Isotop hochgradige Gammastrahlung ab, die bei Menschen und Tieren im direkten Kontakt zu Verbrennung und Verstrahlung führt. 
  • Indirekt wird das Immunsystem durch die Strahlung so geschwächt, dass die körpereigene Abwehr gegen Krankheitserreger und Krebszellen versagt. 

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