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Was Tiere im Winter tun: Interessante Verhaltensweisen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Für die meisten Menschen ist es bekannt, dass Tiere im Winter Winterschlaf bzw. Winterruhe oder auch Winterstarre halten.

Für die meisten Menschen ist es bekannt, dass Tiere im Winter Winterschlaf bzw. Winterruhe oder auch Winterstarre halten. Viele Vögel fliegen in wärmere Gebiete und manche Tiere wächst ein Winterfell, um sich vor der Kälte zu schützen. Allerdings gibt es auch einige Tiere im Winter, bei der sich die Natur etwas ganz Besonderes ausgedacht hat.

Fische in der Antarktis: 

  • Am Grund der Gewässer ist es im Winter immer am wärmsten, da Eis leichter ist als Wasser und durch die Dichte des Eises, keine kalte Luft hindurchdringen kann. Deswegen halten sich Fische im Winter in Seen immer am Wassergrund auf, wo es meistens an die 4°C hat, wenn die Oberfläche eingefroren ist. Bei Salzwasser kommt allerdings hinzu, dass es erst bei -2°C gefriert. Nun bilden sich bei Fischen aber ab einer Temperatur von 0°C Eiskristalle in ihren Gefäßen, was die Fische sterben lässt. Damit Fische in der Antarktis nicht erfrieren, bilden sie eine Art Frostschutzmittel, bestehend aus Eiweiß und Zucker. Dieses Mittel lagert sich im Blut an und hemmt dadurch die Eiskristalle. Fische, die diesen Mechanismus nicht besitzen können im arktischen Wasser also nicht überleben.

Meisen, Finken, Amseln:

  • Vögel, die nicht in wärmere Gebiete fliegen, müssen den Winter ausharren. Viele plustern ihr Gefieder nicht nur auf, sondern fetten ihre Federn ein, damit kein Wasser eindringen kann. 

Huhn:

  • Das ursprüngliche Huhn hatte unter seinem Gefieder ein Daunenkleid. Durch die jahrelangen Züchtungen, hat das Haushuhn sein Daunenkleid verloren und verliert dadurch viel Wärme. Damit das Huhn nicht erfriert, muss in Ställen in der Winterzeit Licht aufgestellt werden, damit das Tier denkt, es sei Sommer. Dadurch wird der Stoffwechsel am Laufen gehalten.

Biene:

  • Bienen halten keinen Winterschlaf, sondern ziehen sich in die Winterkugel, in den inneren Teil ihres Stocks, zurück. Dort ernähren sie sich von dem Futter in den Waben, die sie über das Jahr gesammelt haben. Durch das Vibrieren ihrer Beinmuskeln, entsteht Wärme im Stock, wodurch die Temperatur stetig bei 25°C bleibt. Sobald es über 12°C im Frühling wird unternehmen die Bienen einen Reinigungsflug, um ihren Darm zu entleeren.

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