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Welche Disziplinen gibt es in der Psychologie?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Die empirische Wissenschaft der Psychologie lässt sich in eine Vielzahl von Unterdisziplinen unterteilen.
Für jede dieser Disziplinen gibt es an den Universitäten und Hochschulen eigene Lehrstühle und Forschungsbereiche. Die vielen Teilgebiete der Psychologie lassen sich grob in drei Bereiche einordnen - die Grundlagenfächer, die Theoriefächer und die Anwendungsfächer. Wir möchten euch nun die wichtigsten Disziplinen im Einzelnen vorstellen.

Disziplinen der Psychologie

Fangen wir an mit den Grundlagenfächern - diese bilden gewissermaßen das Handwerkszeug eines jeden Psychologen. Sie werden normalerweise gleich am Anfang des Studiums gelehrt, da man im Laufe seiner Ausbildung immer wieder auf dieses Wissen zurückgreifen muss. Zu den psychologischen Grundlagendisziplinen zählt zum einen die Methodenlehre, bei der es darum geht, mit welchen Verfahren man in der psychologischen Forschung und Praxis arbeitet. Eng damit verknüpft sind die statistischen Grundlagen, ohne die kein Psychologe auskommt. Das Sammeln, Auswerten und Interpretieren von Daten und Fakten im wissenschaftlichen Alltag steht hier im Vordergrund. Schließlich sollte ein Psychologe auch über die Geschichte und die Entwicklung seines Fachs Bescheid wissen. Von den Anfängen in der Antike bis hin zur modernen Wissenschaft war es ein weiter Weg. Dies wird in der Geschichte der Psychologie gelehrt.

Zu den Theoriefächern zählt man unter anderem die Allgemeine Psychologie - hier geht es um die Voraussetzungen des Erlebens und Verhaltens, die allen Menschen (sofern sie nicht unter einer starken Beeinträchtigung leiden) gemeinsam sind. Ganz anders sieht es in der Persönlichkeitspsychologie aus, deren Augenmerk nicht auf den Gemeinsamkeiten, sondern auf den Unterschieden zwischen einzelnen Menschen liegt. Die Entwicklungspsychologie behandelt die Entwicklung des Menschen von der Geburt bis ins hohe Alter hinein und in der Sozialpsychologie geht es um das Miteinander von Menschen in kleinen und größeren Gruppen, in der Familie, in der Arbeit, in staatlichen Gemeinschaften.

Bei den Anwendungsfächern ist zunächst die Klinische Psychologie zu erwähnen, bei der es um psychische Erkrankungen und deren optimale Behandlung geht. In der Wirtschaftspsychologie stehen die Arbeitsbedingungen, die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sowie der materielle und immaterielle Austausch von Personen im Fokus. Und in der Pädagogischen Psychologie geht es um Erziehung und Bildung - wie kann die psychologische Wissenschaft dazu beitragen, dass sich Kinder (und auch Erwachsene) nach ihren Begabungen und Bedürfnissen entfalten können?

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