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Welche Gesellschaftsformen gibt es in Österreich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Unter einer Gesellschaft versteht man den Zusammenschluss von zwei oder mehreren Personen, die ein gemeinsames wirtschaftliches Interesse verfolgen.
Sie können sich zu einer Gesellschaft zusammenschließen, dessen Strukturen vom Gesetzgeber vorgegeben sind. Sie richten sich nach den Vorstellungen der Gesellschaftsgründer und sind untereinander verschieden.

Factbox

  • derzeit sind 7 Gesellschaftsformen verfügbar
  • sie gehen mit unterschiedlichen Rechten & Pflichten einher
  • für einige Formen ist ein Stammkapital notwendig
  • Auswahl richtet sich nach Geschäftsformen
  • mindestens zwei Personen sind an einer Gesellschaft beteiligt

Gesellschaftlicher Überblick

Die bekanntesten Gesellschaftsformen

Die GmbH - Gesellschaft mit beschränkter Haftung - ist eine der beliebtesten Gesellschaftsformen in Österreich. Mit einem Stammkapital von mindestens 10.000 Euro kann sie gegründet werden. Das Kapital für diese Gesellschaftsform muss nicht zwingend in bar vorliegen, sondern auch Sachwerte einschließen. Eine GmbH wird vom Gesetzgeber als juristische Person angesehen. Sie kann gerichtliche Prozesse führen und Rechte erwerben.
Ähnlich ist die OG - offene Gesellschaft - , im Unterschied zur GmbH gibt es allerdings kein festes Stammkapital. Während die Gesellschafter einer GmbH maximal in Höhe des Kapitals haften müssen, gibt es bei dieser Gesellschaftsform keine Beschränkung und damit ein höheres Risiko.
Zu den bekanntesten Gesellschaftsformen gehört auch die Kommanditgesellschaft, kurz KG. Der elementarste Unterschied zur OG liegt darin, das es hier einen unbeschränkt haftenden Gesellschafter sowie diverse Kommanditisten geben kann, die maximal bis zur Höhe ihrer Einlage haften und nicht geschäftsführend sind.

Weitere Gesellschaftsformen

Das Recht in Österreich sieht weitere Formen von Gesellschaften vor, die seltener werden. Dazu gehören beispielsweise die stille Gesellschaft (stG), die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft (Gen) sowie die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR). Sie alle haben unterschiedliche Vorschriften und bringen Vor- und Nachteile mit sich.
Erwähnenswert ist noch die Aktiengesellschaft, kurz AG, aufgrund ihrer häufigen Verwendung. Wie die GmbH muss auch die AG in ein Firmenbuch eingetragen werden, das Stammkapital beläuft sich hierbei aber auf mindestens 70.000 Euro und ist durch die Zeichnung von Aktien zu erzielen. Bei dieser Gesellschaftsform sind verschiedene Organe zu gründen, der Verwaltungsapparat ist bei dieser Gesellschaftsform deutlich umfangreicher.

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