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Welche Verwandtschaftsgrade gibt es? - Eine Übersicht

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:38
Der Grad der Verwandtschaft ist oft verzweigt und unterscheidet sich rechtlich vom biologischen Aspekt.
Dabei ist die Zuordnung einer Verwandtschaft relativ einfach. Es genügt im Prinzip ein Stammbaum, an welchem man alles Weitere ablesen kann.

Die verschiedenen Beziehungen ordnen sich wie folgt:

Verwandtschaft ersten Grades

Diese Beziehung besteht nur zwischen Eltern und Kindern. Und das (biologisch) nur zwischen echtem Vater und echter Mutter. Das Kind darf also nicht adoptiert sein. Rechtlich würde es dann dennoch als erster Grad zählen. Hierbei teilt sich das Erbgut exakt Hälfte-Hälfte zwischen Vater und Mutter auf. 

Verwandtschaft zweiten Grades

Geschwister, Enkel und Großeltern sind Verwandte der zweiten Generation. Für die Namensgebung ist die Notwendigkeit von zwei Teilen verantwortlich: Eine Schwester braucht einen Bruder und dessen Eltern, das entspricht zwei Graden. Auch die Großeltern haben zwei Generationen Abstand von einem selbst, und man selbst (als Enkel) zwei zu ihnen. 

Verwandtschaft dritten Grades

Nichten und Neffen, also die Kinder der Geschwister sind das erste Beispiel für die Verwandtschaft dritten Grades. Biologisch falsch werden auch die Kinder von Cousine und Cousin, sowie die Kinder von Schwager und Schwägerin so bezeichnet. 

Auch die Urgroßeltern, die Eltern der Großeltern, sind Verwandte dritten Grades, genauso wie Tanten und Onkel.

Verwandtschaft vierten Grades

Die Verwandtschaft vierten Grades besteht zu Cousine und Cousin, wie auch zu Großonkel und Großtante (Geschwister der Großeltern) und zu Großneffe und Großnichte (die Kinder eines Cousins).

Verwandtschaft fünften Grades

Einen sehr weiten Generationssprung legen die Urverwandten zurück. Urgroßnichte und Urgoßneffe sind die Urenkel der eigenen Geschwister. Urgroßtante und Urgroßonkel dagegen sind die Geschwister der Urgroßeltern. 

Rechtliche Beziehung und die Situation in anderen Ländern

Rechtlich zählen die Eltern von adoptierten Kindern als vollwertige Eltern. Auch gibt es im Leben oftmals die Situation von Halb- und Stiefgeschwistern, dabei sind Halbgeschwister dann vorhanden, wenn wenigstens ein Elternteil identisch ist.

Bei Stiefgeschwistern (oder Stiefmutter, Stiefvater) handelt es sich um völlig verschiedene Personen, deren Elternteile wieder geheiratet haben. Eine gleichgeschlechtliche Ehe gibt es weder in Deutschland, noch in Österreich oder der Schweiz.

In Deutschland ist zudem mit den Inzestverboten weiträumig der Geschlechtsverkehr und die Beziehungsführung zwischen vielerlei Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) verboten, während das Verbot in Österreich nur zwischen Blutsverwandten, also direkt voneinander Abstammenden, besteht.

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