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Wer ist Julian Assange?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Wer ist dieser wasserstoffblonde Mann, der sich in der Botschaft von Ecuador in London verschanzt?

Seit einigen Tagen ist der Name „Julien Assange“ in allen Medien präsent. Doch wer ist dieser wasserstoffblonde Mann, der sich in der Botschaft von Ecuador in London verschanzt?

Kindheit und Familie

  1. Julien Paul Assange ist Australier, und wurde am 3. Juli 1971 in Queensland geboren. 
  2. Bevor sich seine Eltern trennten, und Julien bei seiner Mutter aufwuchs, betrieben seine Eltern einen Wanderzirkus. 
  3. Juliens Mutter heiratet abermals. Allerdings hält die Ehe nicht lange. Der neue Mann soll Mitglied einer zweifelhaften Sekte gewesen sein. 
  4. Für Julien und seine Mutter beginnt eine jahrelange Flucht. 
  5. So kommt es, dass Julien im Alter von 16 Jahren bereits 30 Schulen besucht hat, und dutzende Male umziehen musste. 
  6. Dieses rastlose Leben prägte auch seinen weiteren Lebenslauf.


Ausbildung und Interessen

  1. Julien beginnt sich für die neu aufkommende Computertechnologie zu interessieren. 
  2. Schon damals ahnt seine Mutter, dass ihr Sohn, der sich das Pseudonym „Mendax“ (lat. „lügnerisch“) zulegt, auf diesem Gebiet eine besondere Begabung besitzt. 
  3. Nach der Schule studiert Julien in Melbourne Physik und bekommt Ende der 80er-Jahre zusammen mit seiner Freundin einen Sohn. 
  4. Als 1991 die Trennung und ein jahrelanger Rechtsstreit folgen, findet Julien Interesse an der Hackerbewegung. 
  5. Zusammen mit Freunden, gründet Assange Anfang der 90er „Suburbia“. Es handelt sich dabei um einen der ersten Internetdienste Australiens. 
  6. Die Gruppe um Assange veröffentlicht Artikel, Aufrufe und startet Diskussionen. 


Der Weg zu Wikileaks

  1. Assange wird Mitglied der Hackergruppe „The International Subversives“, die in Robin Hood-Manier eine neue Ära der Informationstechnologie einläuten möchte. 
  2. Der Grundstein für das spätere Enthüllungsportal Wikileaks ist gelegt. Assange zeigt sich zunehmend fasziniert vor der „Cyberpunk-Bewegung“. 
  3. Nach deren Idee soll ein kleiner Kreis von Eingeweihten dafür sorgen, dass Informationen unzensierbar werden, und niemand Macht über deren Inhalte ausüben kann. 
  4. Mit einigen Freunden und dem Architekten John Young gründet Assange 2006 als Folge schließlich die Enthüllungsplattform „Wikileaks“. 
  5. Nach kurzer Zeit trennt sich Assange im Streit von seinem Freund Young. 
  6. Die Wikileaks-Bewegung, deren Gesicht Assange darstellt, hat inzwischen zahlreiche Anhänger gefunden. 
  7. Nach Julien Assanges Überzeugung können Informanten nur dann das Risiko eingehen der Öffentlichkeit geheime Informationen zu offenbaren, wenn eine Führung hinter ihnen steht, die in der Öffentlichkeit genügend Mut zeigt.

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