Foto: Neftali / Shutterstock.com

Wer war Rosa Luxemburg? – Eine Aktivistin im Porträt

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:18
Sie setzte sich für den Sozialismus, die internationale Arbeiterbewegung und gegen den Militarismus

Rosa Luxemburg gilt auch heute noch als eine der ersten Frauen, die sich in Deutschland und Polen politisch engagiert haben. Sie setzte sich für den Sozialismus, die internationale Arbeiterbewegung und gegen den Militarismus und den Krieg ein. Frieden und Freiheit waren die zentralen Themen ihrer politischen Arbeit, was sie in dem immer wieder zitierten Satz " Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden" kurz und prägnant ausgedrückt hat.

Biografischer Abriss

  • Rosa Luxemburg wurde mit dem Namen Rozalia Luksenburg am 5. März 1871 im damaligen russischen Zarenreich, heute Polen, geboren.
  • Der Nachname wurde noch zu Lebzeiten ihrer Eltern durch einen Schreibfehler in Luxemburg geändert.
  • Rosa wuchs in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf, die 1880 nach Warschau übersiedelte, wo sie ein Mädchengymnasium besuchte und sich früh in der polnischen Arbeiterpartei "Proletariat" engagierte.
  • Sie bestand ihr Abitur mit Auszeichnung, studierte in Zürich unter anderem Politik, Ökonomie und Staatswissenschaften und promovierte 1897 magna cum laude. 1893 hatte Rosa Luxemburg zusammen mit anderen Genossen die "Sozialdemokratie des Königreiches Polen" gegründet.
    1898 heiratete Rosa Luxemburg einen deutschen Schlosser, um die deutsche Staatbürgerschaft zu erhalten und zog nach Berlin, wo sie in die SPD eintrat. In dieser Zeit knüpfte sie Verbindungen zur internationalen Arbeiterbewegung.
  • Ihr Ziel war die Abschaffung der Monarchie. Wegen Majestätsbeleidigung musste sie mehrere Wochen Haft ableisten.
  • Nachdem die SPD-Reichstagsfraktion 1914 den Kriegskrediten zugestimmt und damit die Mobilmachung möglich gemacht hatte, brach sie mit der Partei und gründete mit Gleichgesinnten die "Gruppe Internationale" aus der 1916 die Spartakusgruppe hervorging, in der auch Karl Liebknecht Mitglied war.
  • Immer wieder wurde sie wegen aktivistischer, kriegsfeindlicher und antimonarchistischer Reden und Veröffentlichungen inhaftiert.
  • Die Revolution in Russland 1917 gab Rosa Luxemburg Hoffnung, ihre Ziele auch in Deutschland verwirklichen zu können. Sie veröffentlichte politische Artikel in der "Roten Fahne", setzte sich für die Abschaffung der Todesstrafe und die Amnestie für alle politischen Gefangenen ein.
  • 1919 wurde von den Spartakisten und anderen radikalen Linken die KPD gegründet, deren Programm Rosa Luxemburg verfasste und proklamierte.
  • Die Spartakisten wurden von Freikorps der Reichswehr verfolgt, Rosa Luxemburg und Karl-Liebknecht steckbrieflich gesucht. Am 15. Januar 1919 wurden sie verhaftet.
  • Die überzeugte Sozialistin wurde ermordet und ihre Leiche in den Landwehrkanal geworfen. Bis zum Schluss hatte sie sich ihr Vertrauen in die Arbeiterklasse und deren Sieg bewahrt.

Kommentare