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Wie entsteht eigentlich Donner?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Blitz und Donner - Gewitter sind besonders im Sommer immer wieder faszinierende Himmelsspektakel.

Gewitter sind besonders im Sommer immer wieder faszinierende Himmelsspektakel. Glaubte man früher noch, dass ein Himmelsgott für Donner und das bedrohlich klingende Grollen verantwortlich wäre, lässt sich dieses Phänomen heute natürlich wissenschaftlich erklären. Es bedarf einiger Faktoren, damit ein Donner entstehen kann.

Fact Box zur Entstehung

  • Die Sonne erwärmt Wasser (z. B. aus Seen, Flüssen, Meeren, Pfützen usw.)
  • Wasserdampf steigt auf
  • Am Himmel entstehen Wolken
  • Wasserteilchen innerhalb der Wolke laden sich durch Winde elektrisch auf
  • Positive Teilchen steigen nach oben, negative Teilchen sinken ab
  • Es entsteht ein Spannungsfeld
  • Dieses Spannungsfeld entlädt sich in Form eines extrem heißen Blitzes explosionsartig
  • Die Luft um einen Blitz dehnt sich schlagartig aus
  • Es entsteht zeitgleich mit dem Blitz der laute Knall eines Donners

Warum sieht man den Blitz bevor man den Donner hört?

  1. Blitz und Donner breiten sich unterschiedlich schnell aus. Das Licht des Blitzes verbreitet sich mit Lichtgeschwindigkeit (300.000 km pro Sekunde), dem gegenüber dehnt sich die entsprechende Druckwelle lediglich mit Schallgeschwindigkeit (ca. 300 m pro Sekunde) aus. 
  2. Das erklärt auch, warum man meistens zunächst den Blitz sieht, den Donner aber erst im Anschluss hören kann. Das Grollen entsteht durch Echos, die durch Reflexion der Druckwelle an Gebirgen, Gebäuden und anderen Unregelmäßigkeiten der Landschaft verursacht werden. Steht man direkt im Zentrum eines Gewitters, so nimmt man beides zeitgleich wahr. 
  3. Je größer der zeitliche Abstand zwischen Blitz und Donner ist, desto weiter ist das Gewitter entfernt. Sieht man zwar einen Blitz, hört aber keinen Donnerschall, dann ist das Gewitter zu weit weg und der Blitz erscheint als Wetterleuchten.

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