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Wie entsteht eine Zeitung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:59
Trotzt des Internet-Zeitalters hat die Zeitung immer noch eine große Bedeutung.

Obwohl wir heute im Zeitalter der vernetzten Welt leben, wo wir alle nur denkbaren Informationen am PC abrufen können, hat die aktuelle Tageszeitung immer noch eine große Bedeutung. Das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern. Zumal gerade viele ältere Mitbürger mit den neuen Medien nicht mithalten können und auf ihre altgewohnte Tageszeitung nicht verzichten möchten. Zum anderen ist die digitale Vernetzung auf eine Art ja auch immer störanfällig. Man stelle sich vor, wenn es für mehrere Tage einen großflächigen Stromausfall gibt, dann funktioniert nichts mehr, auch kein drahtloses Internet, da den Sendestationen der Strom fehlt. Die Tageszeitung hingegen kann weiterhin produziert werden, wenn die Verlagshäuser und Druckereien über eine Notstromversorgung verfügen.

Die Geschichte des Zeitungswesens begann im 15. Jahrhundert mit der Erfindung des Buchdrucks durch den Mainzer Johannes Gutenberg. Er setzte für den Schriftsatz wiederverwendbare bewegliche Lettern ein, und für den Druck eine umgebaute Weinpresse. Deshalb spricht man auch heute noch von "Presse", wenn von der Redaktion einer Zeitung die Rede ist.

Lesen - vor allem klassische Medien, wie Bücher oder eine Zeitung - kann viele positive Effekte für dich haben!

  1. Am Anfang der Zeitungsproduktion steht die Redaktion und Anzeigenannahme. Die Redakteure sind ständig unterwegs, besuchen Ereignisse und Veranstaltungen, machen Fotos, sammeln Informationen. Morgens treffen sie sich dann zur Redaktionskonferenz. Hier werden alle Informationen gesammelt und besprochen, was auf welcher Seite erscheinen muss.
  2. Dann schreiben die Redakteure ihre Berichte mit einer spezielle Software in des sogenannte Layout, das ist eine originalgetreue Darstellung der Zeitungsseite auf dem Computermonitor, wie sie später einmal aussehen soll. Auch die Fotos, die heute mit Digitalkameras aufgenommen werden, bearbeiten die Redakteure und bauen sie in das Layout ein, ebenso die für ihre Seite bestimmten Textanzeigen. Meist ist immer ein Redakteur für die Gestaltung von einer oder zwei, manchmal auch mehr Seiten verantwortlich.
  3. Die Anzeigenseiten werden von Mitarbeitern des Zeitungsverlages gestaltet, meist nennen sie sich heute Mediengestalter, früher Schriftsetzer, oder auch Metteure. Für die Gestaltung der Anzeigenseiten wird dieselbe Software benutzt, wie für die Textseiten. Allerdings werden die Zeitungsanzeigen vorher einzeln gestaltet und erst nach Freigabe durch den Kunden veröffentlicht. Der Kontakt mit den Anzeigenkunden obliegt den Mitarbeitern der Anzeigenannahme, die mit dem Kunden die Größe und Gestaltung der Anzeige besprechen.
  4. Sind alle Layouts fertig, werden diese per Computer in folgende vier Farben zerlegt: Gelb, Magenta, Cyan, Schwarz. Für jede der vier Farben wird eine eigene Druckplatte benötigt. Die Druckplatten werden mit einem Laserstrahl auf eine lichtempfindliche Offsetplatte belichtet, und dabei gleichzeitig von den Farbbildern gerasterte Farbauszüge auf den Platten erstellt.
  5. Die unbelichteten Stellen der Platte werden nach der Belichtung mit Chemikalien entfernt, so dass nur die belichteten Stellen stehen bleiben, diese Stellen nehmen später in der Rotationsmaschine die Druckerfarbe auf, übertragen sie auf ein Gummituch, und von dort auf das Zeitungspapier. Dabei werden alle vier Farben übereinander gedruckt, so dass am Ende die Fotos wieder als originalgetreues Farbbild erscheinen.
  6. In der Rotationsmaschine werden die Zeitungen nach dem Druck auf Endlosrolle zugeschnitten und gefalzt, anschließend werden sie gebündelt und gehen in den Versand.

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