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Wie ermittelt man den IQ?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:56
Alfred Binet entwickelte 1905 den ersten Intelligenztest.

Wissenschaftliche Untersuchungen darüber, was Intelligenz ist und wie man sie messen könnte, gibt es seit 1905, als Alfred Binet den ersten Intelligenztest entwickelt hat. Seit dieser Zeit sind viele unterschiedliche wissenschaftliche Methoden erdacht worden, wie man am besten den so genannten Intelligenzquotienten (IQ) von Menschen ermitteln kann.

Um überhaupt eine Vorstellung davon zu bekommen, was Intelligenz eigentlich ist, haben viele Wissenschaftler damit begonnen, zunächst einmal zu definieren, was Intelligenz eigentlich ist. Hier gibt es Definitionen von Boring, Anastasi, Wechsler, Stern, Hofstätter oder Vernon.

Die Intelligenzstufen - Nach vielen Untersuchungen ist man sich heute allgemein darüber einig, dass ein Intelligenzquotient von 100 dem Durchschnitt entspricht und hat folgende Stufen der Intelligenz festgelegt:

  • Ein Mensch mit einem IQ von weniger als 65 gilt als schwachsinnig.
  • Ein IQ von 65 - 79 zeugt von leichten Intelligenzmängeln.
  • Ein IQ von 80 - 90 bedeutet schwache Intelligenz.
  • Ein IQ von 91 - 110 steht für mittlere oder normale Intelligenz.
  • Ein IQ von 111 - 119 zeugt von einer guten Intelligenz.
  • Ein IQ von 120 - 127 bescheinigt sehr gute Intelligenz.
  • Ein IQ von 128 und mehr bedeutet überragende Intelligenz.

Dabei ist zu erwähnen, dass 50 % aller Menschen sich im Bereich der mittleren Intelligenz befinden und jeweils 2,2 % zum Bereich schwachsinnig oder aber mit überragender Intelligenz ausgestattet zählen.

Es gibt auch viele Modelle, den IQ zu ermitteln. Derjenige der Wissenschaftler, der es auf morphologische Weise tut, heißt Guilford. Dieses Modell zur Ermittlung des IQ ist das umfangreichste von allen und misst 100 Einzelfaktoren, um auf den IQ zu kommen. Die wichtigsten dieser Faktoren sind folgende:

  • Im Bereich der inhaltlichen Intelligenz: Die figurale, symbolische, semantische sowie auf das Verhalten bezogene Intelligenz.
  • Im Bereich der operativen Intelligenz: Das Gedächtnis, die kognitiven Fähigkeiten, die Evaluationsfähigkeit und die so genannte konvergente sowie divergente Produktion
  • Die produktive Intelligenz unterteilt Guilford unter anderem in Einheiten, Klassen, Systeme, Transformationen und Implikationen. (Dieses Messverfahren ist umstritten. Es gibt daneben viele andere und ob man jemals wirklich herausfinden wird, wie man konkret Intelligenz messen kann, ohne etwas zu vergessen, steht noch in den Sternen.)

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