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Wie fliegt ein Raumschiff ins Weltall?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Das uns wohl bekannteste Raumschiff ist das Space Shuttle.

Raumschiffe bewegen sich außerhalb der Erdatmosphäre im Weltraum und sind im Gegensatz zu Satelliten oder Raumsonden in der Lage, auf technischem Wege Bahnänderungen vorzunehmen. Hauptsächlich werden sie für Personen oder Materialtransporte verwendet. Das wohl bekannteste Raumschiff ist das Space Shuttle, welches seit 1981 im Dienst der amerikanischen Weltraumbehörde NASA steht und 2011 seinen letzten Flug absolvieren wird.

  1. Damit ein Raumschiff das Gravitationsfeld der Erde verlassen kann, benötigt es eine Geschwindigkeit von 11,2 km/s. Man nennt dies die 2. kosmische Geschwindigkeit oder auch Fluchtgeschwindigkeit. Die Fluchtgeschwindigkeit entspricht unglaublichen 40,320 km/h.
  2. Um derartige Geschwindigkeiten zu erreichen, werden Raketenantriebe eingesetzt.
  3. Diese basieren auf dem Rückstoßprinzip. Als Rückstoß bezeichnet man die Gegenreaktion die entsteht, wenn ein Gegenstand Masse von sich abstößt. So fliegt beispielsweise ein aufgeblasener Ballon, den man öffnet, durch den Rückstoß der ausströmenden Luft davon.
  4. Raketen arbeiten meist mit Verbrennungstriebwerken. 
  5. Man unterscheidet zwischen Feststoffraketen und Flüssigkeitsraketen. 
  6. Feststoffraketen werden in der Raumfahrt hauptsächlich bei Starts verwendet. Die Schubkraft kann während des Abbrands nicht verändert werden, was manövrieren unmöglich macht.
  7. Eine Flüssigkeitsrakete hingegen kann an- und abgeschaltet werden. Der Schub ist während des Betriebs regulierbar, was für erfolgreiches Manövrieren unabdingbar ist.
  8. Hat ein Raumschiff das Gravitationsfeld der Erde verlassen, kann es im luftleeren Raum des Weltalls mithilfe von Steuerdüsen die Richtung verändern.
  9. Zusätzlich können Gravitationsfelder anderer massereichen Himmelskörper dafür eingesetzt werden, die Richtung zu verändern und die Geschwindigkeit zu erhöhen. Dafür sind genaue mathematische Berechnungen von Nöten.

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