Foto: Shutterstock.com

Wie gefährlich ist Crystal Meth aus Breaking Bad?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
In der erfolgreichen US-Serie „Breaking Bad“ kochen der krebskranke Chemie-Lehrer Walter White (gespielt von Bryan Cranston) und sein ehemaliger Schüler...

In der erfolgreichen US-Serie „Breaking Bad“ kochen der krebskranke Chemie-Lehrer Walter White (gespielt von Bryan Cranston) und sein ehemaliger Schüler Jesse Pinkman (Aaron Paul) das sogenannte blaue Crystal Meth und wollen es an den Mann bringen. Aber was sind die Gefahren von Meth und wie sehen die Folgen des Konsums aus?

Über die Substanz selbst:

  • Crystal Meth, auch unter den Straßennamen „Crystal“, „Ice“, „Meth“ oder „Jaba“ bekannt, ist eine chemische organische Verbindung mit der Summenformel C10H15N und wird in der Chemie als Methamphetamin bezeichnet. 
  • Die Substanz wird in der Regel aus der Synthese von Ephedrin gewonnen, das unter anderem ein Bestandteil vieler Medikamente gegen Erkältungen ist. Chemisch ist Crystal Meth mit der Droge Speed verwandt und liegt auch in Form von klaren Kristallen vor – daher auch seine Bezeichnung „Crystal“ - ist aber wesentlich hochkonzentrierter als Speed und hat darum auch eine wesentlich stärkere Wirkung.

Gefahren von Crystal:

  • Der Konsum von Crystal führt zu einer erhöhten Ausschüttung der Hormone Adrenalin, Noadrenalin und Dopamin. Die Konsumenten fühlen sich dadurch hellwach, empfinden kaum Schmerzen und sind kurzzeitig von Angst befreit. 
  • Je nach körperlicher Verfassung und Reinheitsgrad des Meths kann die Wirkung zwischen 5 und 48 Stunden anhalten, da die Substanz nur langsam vom Körper abgebaut werden kann. Wenn der Rausch allerdings abgeklungen ist, treten Nebenwirkungen wie Schweißausbrüche, Muskelkrämpfe, Herzrasen, Schlafstörungen und Halluzinationen auf. 
  • Diese können mehrere Tage anhalten. Andere Nebenwirkungen wie zum Beispiel Lähmungserscheinungen, Atemnot und Bluthochdruck können dagegen durch eine unbeabsichtigte Überdosierung der Droge auftreten, was für die Konsumenten lebensgefährlich werden kann. 
  • Das Gefährlichste an Crystal Meth und auch der Grund dafür, dass die Drogen-Köche Walter und Jesse in „Breaking Bad“ so erfolgreich sind, sind die hohe Suchtgefahr der Droge und die schnelle Toleranzentwicklung. Bereits ein einmaliger Konsum kann die Hirnchemie eines Menschen so stark verändern, dass dieser ohne die Droge nicht mehr weiterleben möchte und sich eine höhere Dosis verabreicht. 
  • Darüber hinaus verwenden viele Konsumenten Meth dazu, um die Nebenwirkungen auszugleichen, die durch die Droge überhaupt erst verursacht wurden. Das führt zu einer Teufelsspirale, aus der man nur schwer wieder ausbrechen kann.

Langzeitfolgen:

  • Meth-Abhängige verändern sich nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Durch den längeren Konsum altert die Haut, es bilden sich Pocken und Narben und es können die Haare dünn werden und ausfallen. 
  • Außerdem verlieren Abhängige stark an Gewicht und verlieren mit der Zeit auch ihre Zähne. Wesentlich riskanter sind allerdings die nicht sichtbaren Langzeitfolgen. Denn durch die andauernde Überbelastung steigt das Risiko eines vorzeitigen Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls. Außerdem kommt es zu Schädigungen lebenswichtiger Organe wie den Nieren und der Leber und die Adern werden dünn und rissig, wodurch es zu inneren Blutungen führen kann. 
  • Aber auch das Gehirn wird durch den längeren Konsum von Crystal Meth buchstäblich zerfressen. Denn durch das Methamphetamin werden Synapsen aufgelöst, wodurch es unter anderem zu Gedächtnislücken und einer eingeschränkten Konzentrations- und Merkfähigkeit kommt. Abhängige merken von diesen Veränderungen am wenigsten, da die Droge zu Schlafstörungen, Aggressionen, Paranoia und Realitätsverlust führt.

Weitere Beiträge zum Thema:

Kommentare