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Wie hält man ein gelungenes Referat?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Ein Referat ist ein mündlicher Vortrag und jeder Mensch erlebt davon etliche, gute wie schlechte.
Aber was genau macht den Unterschied aus?

  1. Da es sich bei einem Referat eben um einen mündlichen Vortrag handelt, muss man sowohl mit der Vortragslänge, der eigenen Sprachmodulation wie auch den Ansprachen und Anforderungen an die Zuhörer besonders sorgfältig umgehen. 
  2. Die Sorgfalt besteht z.B. darin, sich zu überlegen, was einen Zuhörer wach macht. 
  3. Englische Hochschulen pflegen z.B. dazu gewisse rituale und machen zur Auflage, jeden Vortrag mit einem Witz zu beginnen.
  4. Der Vortragende muss gleich zu Beginn seines Referates das Ziel seiner Erkenntnisbemühungen definieren und dadurch weiteres Interesse beim Zuhörer wecken. 
  5. Eine kurze Übersicht (Gliederung) zum Verlauf des Vortrags sollte sich dem anschließen. Gerade strukturierende Hilfestellungen sind beim Referat für den Zuhörer wichtig. Schließlich kann eine Schusspointe dem ganzen Vortrag noch einmal einen Schlussschwung geben.
  6. Heutzutage sind eigentlich Referate ohne Visualisierungsformen kaum noch denkbar. Visualisierungen helfen dem Zuhörer die sonst nur akustisch wahrgenommenen Botschaften für sich noch weiter zu fixieren. Vorausgesetzt wiederum die Visualisierungsformen werden sinnvoll und ohne Überfrachtung eingesetzt.
  7. Die heute am weitesten verbreitete Formen der Visualisierung sind die (Power-Point) Präsentation, die Darstellung mit OVH-Folien oder das Hand-out. 
  8. Keinesfalls sollte der Text, der vorgetragen wird, auch auf der jeweiligen Folie stehen. Dann könnte nämlich wieder der berühmte Gähneffekt einsetzen, weil der Zuhörer alles abliest und nicht mehr zuhört, oder abschaltet, weil er mit dem Lesen nicht nachkommt.
  9. Jeder Vortrag sollte frei gehalten werden. Dieser freie Vortrag bestimmt nämlich das Sprechtempo, das im Vergleich zum Vorlesetempo wesentlich niedriger ist. 
  10. Nur diesem Tempo ist der Zuhörer wirklich gewachsen so dass er einem Referat aufmerksam folgen kann. 
  11. Schwierige Wörter sollten nach Möglichkeit vermieden werden-Wenn dies nicht möglich ist, dann sollte genügend Zeit zum Erklären verwendet werden. 
  12. Einer solch anstrengenden Vortragsphase muss immer etwas Entspannendes folgen (z.B. eine den Kontext illustrierende lustige Folie) oder andere Formen der Sachverhaltsillustration. 
  13. Zum Schluss des Referates benötigt man eine Abrundung des Themas. Diese sollte in der Weise erfolgen, dass man seine Ausgangsthese (Thema) noch einmal dem Zuhörer ins Bewusstsein ruft, Zwischenergebnisse resümiert und, wenn man eine Diskussion anschließen kann oder die Zuhörer zum Nachdenken bringe möchte, in eine provokante Schlussthese münden lassen.

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