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Wie klärt man die eigenen Kinder auf?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Irgendwann ist für alle Eltern einmal die Zeit gekommen das eigene Kind aufzuklären.

Irgendwann ist für alle Eltern einmal die Zeit gekommen, in der das Kind anfängt, eine meist unangenehme Frage zu stellen: "Wie werden Babys gemacht?" Spätestens jetzt sollten sich Eltern Gedanke machen, ob die Zeit bereits reif ist, das Kind aufzuklären.

  • Achten Sie darauf, dass Sie selbst nicht unsicher wirken oder dass das Thema für Sie unangenehm ist, sonst wird das Kind ihm ebenfalls mit Unsicherheit begegnen. Im schlimmsten Fall hält es Geschlechtsverkehr für etwas Schlimmes.
  • Geben Sie dem Kind nicht zu viele Informationen auf einmal, da es so viele neue Dinge nicht sofort verarbeiten kann. Gehen Sie schrittweise vor und führen im Laufe von Jahren mehrere Gespräche. Sie werden mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln, wann Sie wie tief in das Thema einsteigen können.
  • Es ist kein bestimmtes Alter nötig, um das Kind aufzuklären. Es ist bereits im Kindergarten-Alter so weit, um die grundsätzlichen Zusammenhänge zu verstehen.
  • Sie brauchen kein Biologie-Studium, um Ihrem Kind das Grundsätzliche verständlich zu machen. Am Anfang reichen die "Basics" völlig aus.
  • Denken Sie an Ihre eigene Aufklärung durch Ihre Eltern, vielleicht helfen Ihnen einige Punkte daraus weiter.
  • Es ist wichtig, dass Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Kind haben und es Ihnen vertraut.
  • Manchmal ist es nicht nötig, zu warten, bis das Kind von selbst anfängt, Fragen zu stellen. Achten Sie auf das Verhalten des Kindes, und ob es z.B. mit den sogenannten "Doktorspielchen" anfängt. Dann ist der Zeitpunkt reif, dass die Eltern von sich aus auf das Kind zugehen können.

  1. Beginnen Sie nicht sofort mit der Aufklärung, nachdem Sie das Kind bei einem Doktorspiel "erwischt" haben oder es eine Frage in die Richtung hat. Nehmen Sie sich dafür in einer ruhigen Minute Zeit.
  2. Nach Möglichkeit sollte die Mutter die Aufklärung eines Mädchens und der Vater die Aufklärung eines Jungen übernehmen.
  3. Sie sollten sichergehen, dass Sie mit dem Kind allein sind (nur ein Elternteil) und nicht unterbrochen werden.
  4. Fangen Sie bei jüngeren Kindern mit dem Grundsatz an, dass ein Vater und eine Mutter zusammen ein Baby machen, wenn sie sich "ganz doll lieb haben". Das reicht für den Anfang völlig aus, die Fragen des Kindes ergeben sich dann meist ganz von selbst.
  5. Beantworten Sie Fragen, die Ihnen Ihr Kind stellt wahrheitsgemäß.
  6. Entspannen Sie die Situation mit lockeren Scherzen. Das hilft dem Kind, locker mit dem Thema umzugehen.
  7. Wenn das Kind mehr wissen möchte, lesen Sie mit ihm gemeinsam ein altersgemäßes Buch über das Thema.

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