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Wie praxisorientiert sind Österreichs Unis?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Der Praxisbezug wird oft als Vorteil der FHs gegenüber den Universitäten genannt.

In diesem Artikel soll aufgezeigt werden, wie praxisorientiert man an den Universitäten in Österreich arbeitet. Für eine schnelle und erfolgreiche Professionalisierung der Tätigkeit, die das Studium ermöglichen soll, ist es wichtig, dass ein guter Praxisbezug schon während des Studiums von der universitären Lehre aus gewährleistet wird. 

  • praxisnahe Ausbildung durch enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
  • Industriepraktika werden Studenten zur besseren Orientierung in Kooperation mit Firmen angeboten
  • die Organisation eines praxisnäheren Studiums ist an manchen Universitäten in 
  • Überarbeitung und wird noch eingehend evaluiert
  • Uni-Studenten beklagen oft ein zu theorielastiges Studium ohne Bezug zur Privatwirtschaft

Praxisorientierung an Österreichs Unis

Die wichtige Orientierung an der Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft wird an den Universitäten in Österreich in vollem Umfang berücksichtigt. Sie fließt in die Forschung und Lehre mit ein und beschert den Studenten auch Möglichkeiten, die eine verbesserte Praxisorientierung bei der Lehre ermöglicht. Damit können sich Studenten und Absolventen besser auf die Arbeit und die Anwendung des erlernten Wissens konzentrieren und eine verbesserte Verknüpfung der relevanten Wissensgebiete mit praktischen Problemstellungen und Projekten vornehmen. Dies ermöglicht eine wesentlich schnellere Einarbeitung und Orientierung an Problemfeldern. In Forschung und Lehre ist es ebenfalls wichtig, dass interdisziplinär gewisse Entwicklungen analysiert, bearbeitet und mit wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Entscheidungen in Übereinkunft gebracht werden und bei denen die gegebenen Zielsetzungen unterstützt werden können. Die Rückkopplung der Umsetzung aus der praktischen Weiterentwicklung theoretischer Erkenntnisse ist unerlässlich für einen wirkungsvollen Forschungsstandort in Österreich. 

Bewertung der universitären Lehre und des Curriculum an Österreichs Unis

Die Lehre an Österreichs Unis erfährt eine deutliche Verbesserung in der Qualität durch ihren guten Bezug zur Praxis. Dies wird vor allem durch Einbindung von außeruniversitären Lehrenden, Austauschprogrammen wie Erasmus, Exkursionen, Praxissemester und Industriepraktika, sowie durch Vermittlung interessanter Jobs in den Semesterferien, bzw. innerhalb der vorlesungsfreien Zeit erreicht. Auch Studien-, Diplom- und Masterarbeiten können direkt in die praktische Arbeit von Firmen in der freien Wirtschaft mit einfließen und damit eine wichtige Verbindung zwischen Forschung und Wirtschaft erreichen.

Erfahrungen zur größeren Praxisnähe von Österreichs Unis

Studenten von Universitäten berichten über ein zu theorielastiges Studium, was an den vielen Fachhochschulen im Land nicht der Fall ist. Die Lehrveranstaltungen sind manchmal mit nicht mehr aktuell zeitgemäßen Inhalten gefüllt, jedoch können man gleichzeitig keinen Praxisbezug mehr feststellen. Pflichtpraktika werden nach einem gewissen Schema absolviert, ohne dass die Studenten noch größere Lerneffekte daraus ziehen könnten. Jedoch ist ein einheitlicherer Ausbildungsstand dadurch zu gewährleisten, so dass man daran festhalten dürfte. Viele Universitäten nutzen daher gerne diese effektive Möglichkeit.

 

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