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Wie schreibt man ein wissenschaftliches Exposé?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Ein Exposé dient als erster Abriss für verschiedene Forschungsarbeiten - z.B. Diplomarbeiten.

Ein Exposé dient als erster Abriss für verschiedene Forschungsarbeiten, wie beispielsweise Diplom- und Magisterarbeiten. Zur Einwerbung von Forschungsgeldern, aber auch zur klaren Darstellung des Vorhabens benötigt man vorab eine Art Skizze, was erforscht werden soll. Dabei richtet sich das Exposé anders als ein Protokoll immer an Dritte. Wenn das Exposé zur Bewerbung um ein Stipendium dient, ist es am wichtigsten, das eigene Forschungsvorhaben möglichst gut zu "verkaufen".

  • Die Gefahr besteht im Wesentlichen darin, dass das Exposé zu ausführlich gerät und zu lang wird. Man sollte es daher nicht durch zu viele oder zu lange Zitate ausdehnen, sondern diese lieber für die eigentliche Arbeit zurückbehalten. 
  • Für eine Magister- oder Diplomarbeit beträgt die Länge fünf bis zehn Seiten, für eine Dissertation sind fünfzehn bis zwanzig Seiten angemessen. Zu vermeiden sind Abschweifungen, die nicht direkt den Forschungsgegenstand betreffen.

  • Ein Überblick über die Literatur und eine klare Fragestellung sind am wichtigsten.

  1. Es empfiehlt sich, sich einen Überblick über das Forschungsgebiet mit Hilfe neuerer Literatur aus den letzten Jahren zu verschaffen. 
  2. Danach müssen Fragestellungen formuliert werden, die dann noch auf eine zentrale Frage verengt werden sollten. 
  3. Der Verfasser sollte sich darüber klar sein, welche Frage er beantworten möchte und auf welche methodische Weise dies geschehen soll. 
  4. Es müssen folgende fünf Bereiche abgedeckt werden: Literatur, Methode, Fall- und Materialauswahl, Thema und Fragestellung und Zeitplan
  5. Die Literatur sollte man wie bereits erwähnt gesichtet haben. 
  6. Klarheit über die eigene Methode ist unabdingbar. 
  7. Die Fallauswahl ist vor allem in Gesellschaftswissenschaften wichtig, in anderen Fachgebieten spricht man allgemein von Materialauswahl. 
  8. Sehr wichtig ist ein Zeitplan, vor allem bei größeren Projekten, damit man sich nicht in Kleinigkeiten verzettelt.
  9. Ist das Exposé erst einmal verfasst, hat man im Idealfall Klarheit über das eigene Vorhaben gewonnen und die eigentliche wissenschaftliche Arbeit ist bereits einen großen Schritt vorangekommen.

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