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Wie schreibt man eine fesselnde Rede?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Reden werden in Form eines gegliederten Manuskripts erst schriftlich erstellt, dann abgelesen.
Die Rede kann alle Lebensbereiche erfassen: soziale, politische, moralische. Die Redner wollen mit ihren Worten etwas bewirken und die Zuhörer aufrütteln, fesseln, überzeugen.

Was macht eine gute Rede aus?

  • Eine umfassende Vorbereitung: Brainstorming - „ins Blaue“ Notizen zum Thema machen. Fakten und Informationen sammeln.
  • Sorgfältig sortieren, gewichten, verwerfen bis das übrig bleibt was wichtig erscheint.
  • Hauptziele fixieren. 
  • Entwurf erstellen, grob strukturieren.
  • Optimalen Aufbau gestalten.
  • Klare, präzise Botschaften darlegen. 
  • Material aufs Wesentliche reduzieren. Der Sprechdauer anpassen.
  • Auf Verständlichkeit überprüfen, beste Methode: in ein Diktiergerät sprechen und abhören. 
  • Spannungsbogen: auf Ausgeglichenheit von informativem Nutzwert zum Unterhaltungspotential checken.
  • Metapher und Analogien verwenden als schnell transportierbare, dem Zuhörer vertraute Bilder.


Die „NO GO’S“ beim Rede-Schreiben. 

  • Keine Texte „von der Stange“.
  • Keine Aufblähung durch Adjektive.
  • Weitschweifigkeit vermeiden. 
  • Nur die nötigsten Zahlen und Namen verwenden.
  • Keinen Tautologien aufsitzen, z.B. aufoktroyieren (übersetzt: aufaufnötigen)
  • Die schnelle Auffassung durch den Zuhörer unterstützen, nicht durch Verneinungen erschweren. 
  • Keine Schachtelsätze.

  1. Die Rede muss nicht nur informieren und beeinflussen, sie muss ein Erlebnis sein, denn schon immer wollten Zuhörer einer Rede auch unterhalten werden. 
  2. Die erste Ausarbeitung, die Grobfassung enthält die Begrüßungsfloskel, die Idee für den Einstieg. Hierbei den Anfang bereits nutzen, um die Hauptziele anzukündigen. 
  3. Skizzieren der Hauptziele für den Mittelteil. Danach widmet man sich dem optimalen Aufbau: Begrüßung – so kurz wie möglich, das bringt Sympathiepunkte. 
  4. Einstieg – kurz und markant, Aufmerksamkeit erregend, Lust auf mehr machen durch Information mit Neuwert und Nutzen. 
  5. Dann folgt die Feinarbeit, feilen an den Formulierungen, klare Botschaften in kurze, präzise Sätze packen.
  6. Die richtige Pointierung an der richtigen Stelle setzen, die beste Bild-Sprache für die Highlights finden, ein paar niveauvolle Wortspiele (Witze sind tabu), Zitate, Anekdoten zur Unterhaltung einflechten. 
  7. Die Hauptbotschaft soll sich in variabler Form mehrmals wiederholen. Der Gesamtinhalt muss verständlich, plausibel und glaubhaft sein.
  8. Grafische Hilfen, Markierungen schon beim Schreiben für den Redefluss, die Betonung, einsetzen durch Nummerierungen, Fettdruck, Farben. 
  9. Sprache für Anführungsstriche verwenden, z.B. „ich zitiere“ vorweg schreiben. Sinninhalte durch Absätze kennzeichnen. 
  10. Dem Zuhörer den Schluss ankündigen. Regt noch mal die Aufmerksamkeit an. 
  11. Am Ende einen Bogen zum Anfang bilden. Das macht aus der Rede eine geschlossene Einheit. 

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