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Wie sehr werden wir im Web überwacht? - Tipps und Hinweise

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Wir werden überwacht - in unterschiedlichsten Bereichen

Auch, wenn man es gar nicht bemerkt: Jeder Mensch ist gläsern. Wenn es nämlich in unserem Lande darum geht, andere zu überwachen, so verfügen wir, aber auch viele andere Nationen über zahlreiche technische sowie kreative Möglichkeiten. Wer Augen und Ohren offen hält, wird rasch erkennen, in welchen Bereichen - und erscheinen sie einem noch so abwegig - wir in unserer heutigen, modernen Welt überwacht werden.

 

Sicherlich sind hier und da Kameras zu sehen, die einen auf Schritt und Tritt vervolgen. Aber es gibt weit mehr Möglichkeiten, mit denen wir kontrolliert, analysiert und beobachtet werden. Übrigens erfolgt diese Überwachung keineswegs allein aus rein sicherheitsspezifischen Aspekten. Sondern vor allem der Faktor "Geld" nimmt in dieser Hinsicht einen sehr wesentlichen Stellenwert ein. Denn wer von Anfang an gut überwacht wird, der ist - das darf man mit Fug und Recht behaupten - durchaus eine lukrative "Kuh", die sich hervorragend "melken" lässt.

Beispiele der Beobachtung

  • Die weite Welt des Internet hat eine Menge zu bieten. Und somit auch mit Blick auf Überwachungstechnologien. Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, warum immer genau die Werbung auf den Seiten erscheint, auf denen Sie gerade surfen, die Sie persönlich besonders anspricht?
  • Fakt ist, dass die eingeblendete Werbung exakt auf die von Ihnen zuvor getätigten Sucheingaben abgestimmt ist. Haben Sie zum Beispiel in einem Ratgeberportal nach "Fensterreiniger-Tipps" gesucht, so erscheinen bei Facebook oder anderen Seiten, die Sie später besuchen werden, garantiert wertvolle Hinweise, die in enger Verbindung mit dem Thema Fenster reinigen stehen. Fachleute nennen dies Re-Targeting. Schützen kann man sich dagegen nur durch regelmäßige Löschung der Cookies bzw. Verwendung von Ad-Blockern.
  • Aber auch offline werden Sie beobachtet: Halten Sie doch mal im Straßenverkehr Augen und Ohren offen, und Sie werden feststellen, dass nicht nur in den Verkaufsläden Kameras an allen erdenklichen Stellen zu finden sind, sondern auch in oder an Straßenlaternen, hinter Fenterscheiben, an Ampeln oder über Tunnelsystemen.

Dinge die benötigt werden

  • offene Augen
  • ein Gespür für Verborgenes
  • die Akzeptanz dessen, mit dem Sie es hinsichtlich moderner Überwachungstechnologien zu tun haben
  • die Bereitschaft zu akzeptieren, dass Sie selbst dort überwacht werden, wo es absolut abwegig erscheinen mag

Tipps gegen Überwachung

 

Tipp 1: Mails verschlüsseln

Im Hinblick auf E-Mail-Kommunikation und Schutz der persönlichen Daten ist es absolut empfehlenswert, Verschlüsselungstechnologien zu verwenden. Wie E-Mail-Verschlüsselung funktioniert, ist in dieser Anleitung erklärt.

 

 

Tipp 2: Persönliche Daten nur angeben, wenn es unbedingt notwendig ist

Für das World Wide Web gilt: Alle Informationen die sie preisgeben werden in irgendeiner Form gespeichert. Das kann in den allermeisten Fällen kaum bis gar nicht mehr rückgängig gemacht werden. Man sollte es daher gar nicht erst so weit kommen lassen, dass Handlungsbedarf hervorgerufen wird. Persönliche Daten, die Sie nicht öffentlich sehen wollen würden, sollten Sie demnach gar nicht erst angeben.

 

Tipp 3: Google zum Löschen von Suchergebnissen mit persönlichen Daten zwingen

Gibt es im Web Google-Suchergebnisse mit Daten betreffend Ihrer Person, so können Sie Google auffordern, diese zu löschen. Und zwar mit diesem Web-Formular. Grund dafür ist ein Gerichtsurteil, welches Google dazu angewiesen hat, diese Möglichkeit bereitzustellen.

 

Tipp 4: Auf IT-Security nicht vergessen

IT-Sicherheit ist ein immer wichtiger werdendes und recht komplexes Thema. Dennoch wird es immer wieder grob vernachlässigt. Die wichtigsten Tipps dazu: Sichere Passwörter verwenden, regelmäßige Software-Updates, Verwendung von Sicherheits-Software, wie Virenscanner und Firewall.

 

Tipp 5: Achtung bei Software-Installationen

Wenn man Gratis-Software installiert, hat das oft einen Haken. Im Hintergrund werden nervige Werbeprodukte und sogar Spyware mitkonfiguriert. Dies alles meist durch ein standardmäßig gesetztes, noch dazu kaum wahrnehmbares Häkchen, irgendwo im Laufe der Installation. Hier gilt: Wachsam sein und nicht einfach wahllos durchklicken!

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