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Wie überwindet man die Angst vor grossen Menschenmengen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Die Angst vor der Angst – Wie Sie dem Teufelskreis entkommen! Ein paar Tipps hierzu.

Die Angst gehört zu den häufigsten psychischen Störungen. Angststörungen treten in den verschiedensten Formen auf. Verantwortlich ist oft die Bereitschaft, mit einer Angst zu reagieren, z.B. ausgelöst durch ein belastendes Ereignis. Der Körper steht unter dauerhafter Anspannung, und bietet immer wieder die Voraussetzung, dass ein Angstanfall ausgelöst wird. Körperliche Symptome sind: Schwindel, Benommenheit, Herzrasen, Atemnot und die Angst, in einer Situation die Kontrolle zu verlieren. Unsere Gedanken kreisen ständig um die vermeintliche Gefahr.
Die Angst vor großen Menschenmengen gehört in die Gruppe der sozialen Phobien. Eine phobische Reaktion kann sich auf alle möglichen Zusammenhänge im Leben richten. Gerät der Betroffene in die angstauslösende Situation, bildet sich sie Symptomatik der oben beschriebenen Reaktionen. Meistens wird schnellstens nach einem Fluchtweg gesucht, und in Zukunft werden die angstauslösenden Objekte vermieden. Selbst der Gedanke an die Situation löst Angst aus. Oftmals entwickelt sich ein Suchtverhalten ( Alkohol, Beruhigungstabletten ). Doch ist Angst ein Gefühl, dass alle Menschen kennen. Sie hilft uns, gefährliche Situationen richtig einzuschätzen.

  • Eine Form der Angsttherapie ist die kognitive Konfrontationstherapie. Man geht immer wieder in die angstauslösende Situation. 
  • Nur so können durch die Wiederholung des Angsterlebens Erfahrungen korrigiert werden. 
  • Die Angst führt den Betroffenen in die Irre, so dass er glaubt Angst ist gleich Gefahr. 
  • Ob die Phobie alleine oder mit Therapeut überwunden werden kann, hängt davon ab, wie lange die Person schon daran leidet, oder ob schon Erfahrungen bestehen, mit sich selbst zu arbeiten. 
  • Hier ist es wichtig, sich selbst immer wieder zu motivieren. Es gehören einige Vorbereitungen zu dieser Therapieform. Zunächst müssen die eigenen Ängste verstanden werden.

  1. Veränderung unserer Gedanken. Der Betroffene überprüft, ob die Situation wirklich gefährlich ist, z.B. überlegen, was wäre, wenn…Ausmalen der Situation in der Phantasie.
  2. Die Beeinflussung der Körperreaktionen. Bei Angst verspannen sich die Muskeln, und die Atemfrequenz steigt. Deshalb gezielt ein- und ausatmen. Atemtechnik erlernen.
  3. Veränderung des Verhaltens: Der Betroffene geht bewusst in die Situation, die bisher gemieden wurde, z.B. auf einen großen Marktplatz. Man verhält sich so, als sei die Angst bereits überwunden, was sich vorher bereits in Gedanken abgespielt hat.
  4. Der Betroffene erlebt, dass die Wirklichkeit nicht gefährlich ist. Er lernt nach einiger Zeit, dass die Situation kein Gefühl der Angst auslöst, sondern ein Gefühl der Neutralität. Er bleibt in der Situation und flüchtet nicht.
  5. Beim Konfrontationstraining lernen Verstand und Gefühl, dass die jeweilige Situation ungefährlich ist. Der wichtigste Punkt für den Betroffenen ist es, sich seiner Angst zu stellen. Das setzt einen komplexen Umstellungsprozess und starke Eigenmotivation voraus.

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