Foto: Shutterstock.com

Wie wurde man Ritter?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Mittelalter und Ritter sind zwei untrennbare Dinge!
Doch wie wurde man in der damaligen Zeit eigentlich zum umschwärmten Traum aller Burgfrauen?

  • Die Ritterzeit ging etwa vom 11. Jahrhundert bis hinein ins Mittelalter. Im Laufe der Zeit gründeten sich sogar Ritterorden.
  • Als Ritter diente man nicht nur seinem König und Herrn, sondern auch Gott.
  • Wer sich einmal entschlossen hatte, als Ritter zu dienen, der musste seinem Herrn gehorchen und gegen all dessen Feinde in den Krieg ziehen, auch wenn das Abschied von der Heimat oder vielleicht sogar den Tod bedeutete.
  • Ritter waren in der damaligen Zeit ehrenvolle Männer, die sich an gewisse Regeln halten und Tugenden einhalten mussten.

 

Wer die ritterlichen Tugenden nicht erfüllte, der konnte seine Berufung als Ritter gleich vergessen. Folgende Tugenden waren damals von Interesse:

Tugenden gegenüber ihrem König:

  • Treue
  • Gehorsam
  • Respekt
  • Tapferkeit

Christliche und gesellschaftliche Tugenden

  • Gottesehrfurcht
  • Gelassenheit
  • besonnenes, maßvolles Verhalten
  • Höflichkeit

Die eigentliche Ausbildung zum Ritter

  1. Ritter konnte keineswegs jeder einfach Bauer oder Bürger werden.
  2. Weil man als Ritter teure Rüstung und Waffen benötigte, handelte es sich meist um Reiter vom niederen Adel, die in der Lage waren ihre Ausrüstung zu bezahlen.
  3. Zuerst musste man einige Zeit als Knappe dienen. Diese halfen den Rittern die Rüstung anzulegen, kümmerten sich um Instandhaltung der Waffen und verpflegten die Pferde.
  4. Diese Ausbildungszeit dauerte ganze 7 Jahre an: Mit 14 hat man begonnen und mit 21 hatte man den Umgang mit Waffen und höfisches Verhalten erlernt.

Die Einhaltung der ritterlichen Tugenden

  1. Die Tugenden gegenüber dem Herrn, dem die Ritter dienten, waren Treue, Gehorsam und Respekt. Diese Eigenschaften sollten die Kämpfer auch gegenüber anderen Heeren entgegenbringen. Weil man als Jugendlicher diese nur schwer einhalten kann, verwundert es kaum, dass man erst mit 21 Lebensjahren Ritter werden konnte. Letztlich war natürlich auch die Tapferkeit eine ganz wichtige Tugend.
  2. Wurde nur eine der Tugenden missachtet, war die Ritterzeit vorbei.

Gott und Mittelalter: Eine wichtige Verbindung

  1. Als Ritter war es zwingend notwendig an Gott zu glauben und diesen zu ehren. Daher war eine ritterliche Tugend die Gotteserfurcht.
  2. Aber auch christliche Heiligtümer mussten von Rittern beschützt werden.
  3. Ungläubige wurden in Kreuzzügen bekämpft.
  4. Und wer als Ritter den Armen und Schwachen nicht half, so wie es der christliche Glaube lehrt, der konnte sich nicht mehr Ritter nennen.

Wie ein Ritter sich in der Gesellschaft zu verhalten hatte:

  1. Ein Ritter war natürlich immer zuvorkommend und höflich zu Damen.
  2. Aber auch in Kontakt mit anderen Männern musste er Gelassenheit und ruhiges Verhalten an den Tag legen. Wer unüberlegt ausrastete und sich unüberlegt verhielt, der konnte sein Ritterdasein der Vergangenheit zuschreiben.

Kommentare