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Wieso darf man Schlafwandler nicht wecken?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Ist Schlafwandeln ein Mythos und was passiert, wenn ich jemanden wecke, der gerade schlafwandelt?

Das Schlafwandeln oder auch Somnambulismus oder Noktambulismus genannt, ist kein Phänomen und betrifft meist junge Menschen. Schlafwandeln bedeutet nicht nur das wandeln in der Wohnung, sondern auch das Aufsetzen im Bett und tätigen von ungewöhnlichen Handlungen wie Wischbewegungen. Auch können Schlafwandler Türen öffnen, essen,  Sachen von den Wänden abhängen oder auf die Toilette gehen. Doch was tun, wenn man einen Schlafwandler in der Familie hat und warum darf man sie nicht wecken?

Bitte beachten

  • Schlafwandler haben zwar ihre Augen geöffnet, trotz dessen haben sie einen ausdrucklosen und starren Gesichtsausdruck oder wirken verstört. Ihre Bewegungen wirken unsicher und unkoordiniert. 
  • Meist können sie Gegenständen oder Personen ausweichen, doch häufig stolpern sie oder verlieren das Gleichgewicht. Spricht man sie an, können sie sich schlecht mitteilen. 
  • Trifft man auf einen Schlafwandler, achten Sie darauf, dass Sie ruhig mit ihm reden. Schreien Sie nicht und erschrecken Sie ihn auf keinen Fall. 
  • Führen Sie ihn sicher und ruhig in sein Bett zurück. Meist kann der Schlafwandler erschrecken, dadurch aufwachen und ist dann orientierungslos. Er weiß nicht, wo er sich befindet, warum er hier ist und auch kann der Schreck sich negativ auf den Schlafwandler auswirken und gefährlich für ihn werden, wenn er z. B. als Folge stolpert, stürzt oder fällt. 

  1. Auch wenn Schlafwandeln sehr selten ist, machen Sie keine große Sache daraus. Versuchen Sie Stress und Unannehmlichkeiten vor dem Schlafen zu vermeiden und suchen Sie sich notfalls ärztlichen Rat.
  2. Ist Ihnen bekannt, dass jemand in Ihrer Familie schlafwandelt oder Sie selber, schließen Sie nachts die Türen ab und vermeiden Sie Gefahren in Ihrer Wohnung, die sich für Sie oder den Schlafwandler ergeben. Denn auch wen er wandelt, weiß er das nicht und geht nur gerade aus, so können Treppen, offene Fenster und Türen eine Gefahr für den Schlafwandler werden und ihn/sie lebensgefährlich verletzen. 
  3. Vor allem wen sie mal in den Urlaub fahren, sollte darauf geachtet werden, dass Türen und Fenster geschlossen sind.
  4. Informieren Sie auch Freunde und Bekannte, bei denen z. B. Ihr schlafwandelndes Kind schläft. Auch Ihre Nachbarn sollten bescheid wissen, denn sollte Ihr Familienmitglied irgendwie die Wohnung verlassen können, sind diese darauf vorbereitet.

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