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Wieso gibt es vier Adventssonntage? - So entstand das Brauchtum

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:10
Vier Adventssonntage bilden jedes Jahr die wichtigsten Eckpfeiler auf dem Weg zum Weihnachtsfest.

Es ist wieder soweit: Der Advent steht vor der Tür! Vier Adventssonntage bilden jedes Jahr die wichtigsten Eckpfeiler auf dem Weg zum Weihnachtsfest. Doch wieso eigentlich genau vier?

Die Erklärung

Der Advent:

Advent bedeutet übersetzt so viel wie "Ankunft", mit der Adventszeit gedenken die Christen der Ankunft Jesus Christus auf der Erde und wollen mit dem Brauchtum daran erinnern, auf seine zweite Ankunft zu warten.

Entstehung: Belege für die Adventszeit oder ein ähnliches Brauchtum findet man bis zurück ins sechste Jahrhundert. Jedoch gab es im Laufe der Jahre und in verschiedenen Ländern immer wieder unterschiedliche viele Adventssonntage. Die Zahl schwankte zwischen vier und sechs, Papst Gregor der vierte legte sie dann auf ersteres fest, endgültig entschieden war die Zahl damit aber nicht.

Festlegung: Erst Papst Pius V. schrieb im Jahre 1570 dann endgültig fest, dass es exakt vier Adventssonntage gefeiert werden sollten. 
 
Begründung: Die Zahl "Vier" soll auf die viertausend Jahre hingewiesen werden, die zwischen dem Sündenfall im Paradies und der Ankunft des Messias lagen. 
 
Abweichungen: Vier Adventssonntage sind vor allem in unseren Breiten ein populäres Brauchtum und als Standard festgelegt. Die Orthodoxe Kirche hingegen feiert beispielsweise sechs Adventssonntage.

Die Mottos der vier Adventssonntage: 

  1. Advent: Der Weg Gottes zu den Menschen vom Anbeginn der Zeit, über Jesus, bis ins Hier und Jetzt.
  2. Advent: Vorbereitung auf die Ankunft des Herren
  3. Advent: Johannes der Täufer
  4. Advent: Maria und Jesu Geburt


Sonderfälle: Eigentlich sind die Adventssonntage ja ein Brauchtum, das auf die Weihnachtsfeiertage hinleiten und jeder unter einem eigenen Motto stehen, es kann aber passieren das der vierte Advent mit Heiligabend zusammenfällt, falls dieser an einem Sonntag liegt.

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