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Woher kommt die deutsche Sprache? - Entstehung und Historie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:20
Hier eine Zusammenfassung der Entstehung dieser Sprache.

Die deutsche Sprache über die Jahre an immer mehr Wichtigkeit gewonnen und zählt mittlerweile zu der wichtigsten Sprache Europas, doch woher kommt sie eigentlich. Hier eine Zusammenfassung der Entstehung dieser Sprache.

  • Deutsch gehört zu den 10 am häufigsten gesprochenen Sprachen der Welt.
  • Sie ist mit Russisch die am meisten gesprochene Sprache Europas.
  • In slawischen Ländern wird Deutsch als Fremdsprache mehr genutzt als Englisch.

Entstehungsgeschichte der deutschen Sprache

Germanisch

  • Da Deutsch neben anderen Sprache auch eine germanische Sprache ist, hat sie dort ihren Ursprung.
  • Germanisch entstand ca. 1000 v Christus.
  • Danach teilte sich diese Sprache immer mehr in einzelne Sprachen auf mit ihren bis heute kleinen Gemeinsamkeiten von Wörtern.
  • In dieser Zeit zeigte sich das Germanische, im Unterschied zum Indoeuropäischen, in der anderen Schreibweise der Laute.

Althocheutsch (750 - 1050)

  • Althochdeutsch ist die Bezeichnung für das erste ,,Deutsch''.
  • Damals konnte unter der Führung von Karl dem Großen ein Deutschtum mit eigener Sprache entstehen.
  • Er gab dann den Monaten deutsche Namen und erschuf auch eine Sammlung mit deutschen Predigten.
  • Im 11. Jahrhundert als das Althochdeutsche ins Mittelhochdeutsche Übergang herrschte das Deutsche dann als übergreifende Sprache gegen das Slawische, Dänische und Romanische.
  • Später teilten sich im Althochdeutschen mehrere Sprachen auf.

Oberdeutsch

  • Bairisch
  • Alemannisch
  • Langobardisch
  • Oberdeutsches Französisch

Mitteldeutsch

  • Mitteldeutsches Fränkisch
  • Thüringisch

Niederdeutsch

  • Niederfränkisch
  • Altsächsisch

Mittelochdeutsch (1050 - 1350)

  • Es war vor allem die Zeit der ersten richtigen Dichter wie Wolfram von Eschenbach oder Straßburg.
  • Dann wuchs und verbreitete sich die deutsche Sprache immer mehr, sodass vor allem Geistliche und Dichter nur in Deutsch (nicht wie früher in Latein) schrieben.

Frühneuhochdeutsch (1350 - 1650)

  • 1235 wurde das Reichsgesetz von Kaiser Friedrich II. in deutscher Sprache erlassen.
  • Damit läutete er die zunehmende Entwicklung der deutschen Sprache ein.
  • Die deutsche Sprache wurde ab 1350 zunehmend größer und bekam neue Wörter aus anderen Sprachen wie dem Lateinischen.
  • Ab 1500 wuchsen auch die Städte zu bis zu 3000.
  • Ab dann unterteilte sich das Deutsch auch in mehrere Fachsprachen, z.B. die der Handwerker oder Kanzleien sowie Religion.
  • Bisher gab es jedoch noch keine einheitliche Schriftform, weshalb gleiche Wörter oftmals auf ganz verschiedene Arten geschrieben wurden.
  • Luthers Übersetzungssprache führte dann zu der Einführungen von Diphthongierung (ae, ie, eu) und auch zur Unterscheidung von kurzen und langen Vokalen.
  • Luther entwickelte sodann das ,,Meissnische'' die als Schriftsprache überall akzeptiert wurden.
  • Ab den 17. Jahrhundert wurden dann Vorlesungen an Universitäten nur noch in Deutsch gehalten.

Neuhochdeutsch (ab 1650)

  • Ab dann wandelte sich da Lutherdeutsch zum Hochdeutsch.
  • So wurde dann die reine deutsche Sprache zusammen mit Grammatikern und Stiltheoretikern gebildet.
  • Auch das zuvor verbreitete Sprechen mit Fremdwörtern verschwand vollkommen.
  • Jedoch war der zunächst herrschende Barockstil kaum verständlich für viele weshalb entstand ein schlichter lesbarer Stil, welcher auch in Zeitschriften abgedruckt wurde.
  • 1775 bis 1780 wurde dann vor allem viel gedichtet und somit wurden oft korrekte Wortstellungen oder gar die Nutzung vollständiger Sätze nicht beachtet, nur um die Gefühle im Geschriebenen besser ausrücken zu können.
  • Durch die Lyrik entstanden jedoch auch neue Wörter, welche in die Sprache aufgenommen wurden.
  • Nach 1870 entstanden dann neue Grammatikbücher darunter der Duden, welcher alle vorher bestehende ablöste.
  • Somit wurde im 19. Jahrhundert die innere Form des Deutschen erreicht.
  • Mit der Orthografiekonferenz setzt sich dann auch eine einheitliche äußere Form (das Geschriebene) der deutschen Sprache durch.
  • Später, in der jetztigen Zeit gab es nur noch kleine Veränderungen z.B. durch die neue Rechtschreibreform.

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