Foto: Shutterstock.com

Zivilcourage lernen - Der Weg zum couragierten Bürger?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Zivilcourage heißt sich nicht privat einzumischen, sondern öffentlich.

Schon wieder eine Pressemitteilung, daß ein U-Bahnschläger einen Mann brutal zusammengeschlagen haben. Erst als ein mutiger und couragierter Passant eingriff, ließen die Täter von ihrem Opfer ab. Wegschauen hilft niemanden, aber wie kann man helfen ohne sich selber in Gefahr zu bringen?

Wie mutig sollten wir für andere Menschen in Not sein? Wie funktioniert Zivilcourage, wie kann man lernen, ein couragierter Bürger zu werden?

Was heißt Zivilcourage? Zivilcourage heißt sich nicht privat einzumischen, sondern öffentlich. 

Am meisten macht es Angst, allein dazu stehen, wenn man anderen Menschen helfen möchte. Aber sozialer Mut steckt an. Sobald sich ein Passant einmischt, kommen andere Menschen dazu, um zu helfen. Mut zum Einmischen auch vor Autoritätspersonen wie einem Lehrer oder Vorgesetztem.

  • Aber bevor Du Dich in heiklen Situationen einmischen möchtest, solltest Du die Lage erst mal einschätzen. Ansonsten läuft man Gefahr, selbst zum Opfer zu werden.
  • Wie wird man zu einem mutigen und couragierten Bürger? Hier eine Auflistung, wie Du mutiger werden kannst.

  1. Man nimmt seine Angst erst mal an. Wer Angst hat, muss nicht automatisch in manchen Situationen mutlos sein. Angst warnt vor Gefahr und soll uns beschützen. Nur wer seine Angst zulassen kann, wird Mut entwickeln können.
  2. Sozialen Mut täglich üben. Täglich kannst Du deine Courage einüben, ob in der Familie, in der Öffentlichkeit oder bei der Arbeit. Kleine Mutproben wie zum Beispiel seine eigene Meinung vertreten, auch wenn diese nicht der Mehrheit entspricht. Sich einsetzten, wenn Unrecht geschieht. 
  3. Mitgefühl und Mitleid für Andere entwickeln. Wir sind heute schon beinah abgestumpft, was das Leid anderer angeht. Du kannst es wieder erlernen, für andere Menschen Mitgefühl zu entwickeln. Dadurch macht man sich für andere wieder etwas sensibler und bleibt nicht abgestumpft. Wer seine Mitmenschen leiden sieht, kann durch seinen Mut neue Hoffnung schöpfen lassen. 
  4. In der Gruppe Rückhalt suchen. Offen miteinander sprechen und öffentlich auch mal widersprechen. Somit macht man anderen Mut sich mit einzumischen und sich für den schwächeren einzusetzen. Man sucht sich Gleichgesinnte und schließt sich mit seinen Interessen zusammen.
  5. Vor allem solltest Du Dich gewaltfrei auseinandersetzen. Denn Gewalt erzeugt nur Gegengewalt.

Kommentare