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Das passende Motivationsschreiben - Was gilt es zu beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Das Motivationsschreiben gewinnt bei einer Bewerbung immer mehr an Bedeutung.

Das Motivationsschreiben gewinnt bei einer Bewerbung immer mehr an Bedeutung und wird als 3.Seite der Bewerbungsmappe beigelegt. In ihm soll den eher abstrakten Daten des Lebenslaufes eine persönliche Note gegeben werden. Dabei unterstreicht der Bewerber insbesondere seine Schlüsselqualifikationen und seine persönlichen Gründe warum er sich auf diese Stelle bewirbt und weshalb er zum Unternehmen passt. Da das Motivationsschreiben als Werbung in eigener Sache dient, sollte eine klare Abhebung zu anderen Bewerbern beabsichtigt werden.

  • Beim Formulieren des Motivationsschreibens sind einige Fakten zu beachten. 
  • Der Text soll kurz und prägnant geschrieben sein und darf keine überflüssigen Formulierungen enthalten, d.h. leicht lesbare Sätze bestimmen den Charakter. Schachtelsätze, Sätze gefüllt mit Phrasen und Floskeln verlangen dem Leser unnötig viel Zeit ab und wirken demotivierend. 
  • Allerdings kann das Wichtigste fett geschrieben oder unterstrichen werden. Das Motivationsschreiben sollte in seiner Länge eine Seite nicht überschreiten und muss klar strukturiert sein. 
  • Schrift, Briefkopf und Datum sind identisch mit dem Anschreiben, so dass die gesamte Bewerbungsmappe ein einheitliches Bild aufweist.

  1. Formal ist der Aufbau des Motivationsschreibens klar vorgegeben. Zunächst bekommt eine Art Überschrift vergleichbar mit der Betreffzeile in einem Brief. Sie soll die Neugierde auf den Bewerber wecken und kann folgendermaßen lauten: „Mehr zu meiner Person“, „Warum ich mich bewerbe“ oder Was Sie außerdem über mich wissen sollten“. 
  2. Danach folgt die Anrede. Hier empfiehlt es sich genau zu recherchieren, wer die Bewerbungen bearbeitet, um im Schreiben den Empfänger mit Namen ansprechen zu können.
  3. Der erste Satz muss spannend und zum Weiterlesen anregen. Satzanfänge wie „hiermit bewerbe ich mich“, „ich habe ihre Anzeige in der Zeitung xxx gelesen“ sind überholt und abgedroschen. 
  4. Besser ist ein Vermerk warum das Unternehmen als Arbeitgeber fasziniert, was allerdings ein intensives Auseinandersetzen mit der Firma im Vorfeld erfordert. 
  5. Nach dem Einleitungssatz werden sofort die wichtigen Inhalte angesprochen und erklärt, warum man selbst die richtige Person für die ausgeschriebene Position ist. Dabei werden nur die Tätigkeiten angesprochen, die auch in direktem Zusammenhang zu der neuen Stelle stehen. 
  6. Sinnvoll ist es die eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen nicht nur aufzulisten, sondern zu erläutern wo diese gewonnen und erworben worden sind wie z.B. Hinweis auf ein Praktikum, Weiterbildungsseminare am vorherigen Arbeitsplatz, Auslandsaufenthalte zum Erlernen der gewünschten Fremdsprache oder Belegung spezieller Seminare während des Studiums.
  7. Zum Schluss wird mit einem freundlichen Hinweis auf den nächsten Bewerbungsschritt hingewiesen, wie z.B. „über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen“. Die richtige Schlussformel lautet „Mit freundlichen Grüssen“.
  8. Insgesamt ist es nicht schwierig ein Motivationsschreiben zu verfassen. Doch sollte man sich der Wirkung sehr wohl bewusst sein und sich vor dem Schreiben sehr genau überlegen, worauf die Inhaltsschwerpunkte zu legen sind. Nur so können diese klar strukturiert und vor allem spannend und interessant vorgetragen werden.

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